Die rheinland-pfälzische Landesregierung feiert die Unterzeichnung von Verträgen mit vier islamischen Religionsgemeinschaften als „Meilenstein“, darunter DITIB Rheinland-Pfalz e. V., Schura Rheinland-Pfalz. Landesverband der Muslime e. V., Landesverband der Islamischen Kulturzentren Rheinland-Pfalz e. V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat K. d. ö. R.. Die Verträge sollen das Zusammenleben und -wirken zwischen dem Land und den muslimischen Gemeinden regeln und die Gleichbehandlung mit anderen Religionsgemeinschaften gewährleisten. Doch während die Landesregierung die Verträge als Zeichen der Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts preist, stellt sich die Frage: Was denken eigentlich die Bürger von Rheinland-Pfalz über diese weitreichende Entscheidung?
Wurden sie überhaupt in den Prozess eingebunden? Die Pressemitteilung schweigt sich darüber aus. Es entsteht der Eindruck, dass die Verträge hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wurden, ohne die Meinung der Bevölkerung zu berücksichtigen. Dabei betreffen die Regelungen zentrale Aspekte des Zusammenlebens, wie beispielsweise den Ausbau des islamischen Religionsunterrichts an Schulen. Was werden kritische Eltern unternehmen, die weiterhin eine christlich-abendländische Erziehung bevorzugen? Sollen sie vielleicht auswandern?


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13 Kommentare zu „Rheinland-Pfalz: Islamunterricht für alle? Bürger werden gar nicht erst gefragt“