Während sich der Kongress auf die sechswöchige Sommerpause vorbereitet, geht im Repräsentantenhaus faktisch nichts mehr. Laut einem Bericht von Axios haben die Republikaner fast alle Gesetzesarbeiten gestoppt, um eine peinliche Abstimmung über die Offenlegung der Epstein-Akten zu vermeiden.
Die Demokraten nutzen jede Gelegenheit, um ihre republikanischen Kollegen in dieser Sache aufs Glatteis zu führen. Präsident Trump soll hinter den Kulissen Druck machen, damit seine Parteifreunde die brisanten Dokumente weiterhin unter Verschluss halten – obwohl gerade seine eigene Basis seit Jahren deren Veröffentlichung fordert.
Die Demokratische Abgeordnete Sarah McBride spricht offen von einem „Selbsttor“ der GOP. House Majority Leader Steve Scalise kontert und verweist auf die angebliche Untätigkeit der Demokraten in der Vergangenheit.
Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf: Laut Insidern blockiert die republikanisch dominierte House Rules Committee gezielt jede Gesetzesvorlage, um Abstimmungen über Epstein-Anhänge zu verhindern. Gleichzeitig droht der republikanische Abgeordnete Thomas Massie mit einem sogenannten „Discharge Petition“, einem parlamentarischen Trick, um dennoch eine Abstimmung zu erzwingen. Er wirft seinem eigenen Sprecher, Mike Johnson, offen Vertuschung vor.
Offiziell soll die Arbeit diese Woche weiterlaufen. Doch wirklich auf dem Plan steht nur politisches Schattenboxen – während die Aufklärung der Epstein-Verbindungen weiter auf der Strecke bleibt.


