Der Rentenversicherungsbericht 2024 der Bundesregierung (Drucksache 20/14085) geht davon aus, dass der Beitragssatz bis 2026 bei 18,6 Prozent stabil bleibt. Nach 2026 wird er jedoch voraussichtlich steigen, bis auf 22,3 Prozent im Jahr 2038. Der Bericht führt diesen Anstieg auf die demografische Entwicklung zurück. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den kommenden Jahren in Rente, während die Zahl der Beitragszahler gleichzeitig sinkt. Ohne Berücksichtigung der vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwürfe würde der Beitragssatz 2038 immer noch bei 21,4 Prozent liegen.
Der Sozialbeirat bemängelt im Jahresgutachten 2024, dass der Rentenversicherungsbericht die Auswirkungen der vom Kabinett beschlossenen Vorhaben nicht transparent darstellt und fordert, dass die wesentlichen Vorausberechnungen sowohl auf Basis der derzeitigen Rechtslage als auch unter Berücksichtigung der beschlossenen Vorhaben erfolgen. Der Sozialbeirat kritisiert außerdem die Kürzungen der Bundesmittel an die Rentenversicherung und fordert, dass diese nicht von der aktuellen Haushaltslage des Bundes abhängig gemacht, sondern regelgebunden geleistet werden.


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11 Antworten zu „Renten-Schock: Beitragssatz könnte auf über 22 Prozent steigen!“