Er startete Linksaußen, gründete die RAF und das sozialistische Anwaltskollektiv. Einige seiner Weggefährten machten später Karriere, so Gerhard Schröder, Otto Schily oder Grünen-Ikone Christian Ströbele.
1970 wurde er wegen Bankraubs und Gefangenbefreiung verhaftet, zu 14 Jahren Haft verurteilt, die er bis 1980 absitzen musste – 1980 folgte die vorzeitige Freilassung auf Bewährung dank seines Anwalts Gerhard Schröder.
Nach seiner Haftentlassung wandte er sich ab Ende der 1990er Jahre „radikal-rechten“ Positionen zu. Er trat 2000 in die NPD ein, engagierte sich als Anwalt im Verbotsverfahren und gründete in den Folgejahren „rechtsextremistische Organisationen und Holocaust-Leugner-Gruppen.“
Wegen zahlreicher strafbarer Äußerungen wie Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung wurde er ab 2003 mehrfach verurteilt und verbrachte insgesamt über ein Jahrzehnt im Gefängnis; zuletzt wurde er am 27. Oktober 2020 aus der Haft entlassen.
Am Sonntag, dem 27. Juli 2025, ist Horst Mahler im Alter von 89 Jahren verstorben.


