Das Ergebnis dieser politisch motivierten Untersuchung gleich vorab: Wer undemokratisch wählt, ernährt sich überwiegend auch falsch. Das Institut für Soziale Friedensforschung in Hamburg hat mit einer umfassenden Untersuchung die Verzehrgewohnheiten in Deutschland analysiert. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auf die regionale Lage großer Discounter und deren Absatz gelegt.
Mit einer Auftragssumme von 283.000 Euro, bezahlt durch Bündnis 90/Die Grünen wurden drei Studien durchgeführt. Die Wahlbezirke mit einem Stimmenanteil für die AfD von über 25 Prozent, über 30 Prozent und zwischen 35 und 52 Prozent wurden gesondert untersucht. Die Ergebnisse zeigen klare Unterschiede im Konsumverhalten der Bevölkerung.
Ungesunde Vorlieben in AfD-Hochburgen
In Regionen mit hohem AfD-Wähleranteil, insbesondere in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, greifen die Menschen bevorzugt zu geräuchertem Speck, Grillwürsten, Starkbier und Korn, während Bio-Hafermilch, Avocados und vegetarische Schnitzel kaum Absatz finden. Auch Schmalz, Tiefkühlpommes, Torten, Sahne, Käse, Leberwurst und zuckerhaltige Limonaden gehören zu den Produkten, die in diesen Gebieten überdurchschnittlich oft gekauft werden. Wissenschaftler des Instituts betonen, dass dieser Lebensstil die Gesundheit der Verbraucher langfristig beeinträchtigt und höhere Kosten für das Gesundheitswesen verursacht.
Gesundheits-Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent
Auf Basis dieser Erkenntnisse setzen sich die Grünen für einen Gesundheits-Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent ein, der in den sogenannten blauen Regionen auf diese ungesunden Lebensmittel erhoben werden soll. Die Einnahmen aus diesem Zuschlag fließen direkt in die Sozialsysteme, um die gesellschaftlichen Folgekosten auszugleichen und eine gerechtere Verteilung der finanziellen Lasten zu gewährleisten.
Protestbewegung nimmt Fahrt auf
Nach Bekanntwerden dieser Pläne kam es in der Nacht vom 31. März zum 1. April in Annaberg (Sachsen) zu spontanen Demonstrationen auf dem Marktplatz. Bürger spazierten friedlich von Kneipe zu Kneipe, um gegen die geplanten Maßnahmen protestierten. Eine Friedensinitiative „Mein Magen gehört mir“ hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen den Gesundheits-Solidaritätszuschlag einzuleiten und spricht von einer unzulässigen Benachteiligung aller heimatverbunden Wähler.


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