Nein, Herr Scholz! Wir können Ihren „hohen Preis“ nicht zahlen

Olaf Scholz / pixabay


Kanzler Scholz und Außenministerin Baerbock erklärten mehrfach vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine, dass Deutschland einen „hohen Preis“ zahlen wolle, um Russland abzuschrecken und zu bestrafen (hier). Der Fall ist eingetreten und unsere Preise zum Lebensunterhalt gehen durch die Decke.  Die Inflation marschiert weit über die bisherigen 6% pro Jahr , was etwaige Sparguthaben weiter entwertet. Einen Kleinwagen voll zu tanken kostet heute rund 90 Euro, die Gaspreise  bei Vertragsablauf und für Neukunden haben sich gegenüber dem Vorjahr teilweise vervierfacht, die Heizölpreise gegenüber dem Vorjahr verdreifacht (hier).

Herr Scholz: Ein Mindestlohnempfänger muss einen 8-Stunden-Tag arbeiten, um einen Kleinwagen voll zu tanken

Kanzler Scholz kennt die Benzinpreise nicht, wie er zugab. Vielleicht sagt ihm als ehemaligem Arbeitervertreter die Tatsache etwas, dass ein Mindetslohnarbeiter einen vollen Arbeitstag schaffen muss, um seinen  Kleinwagen voll zu tanken. Auch die anderen Sektoren zeigen Tabula rasa. Die Wohnungsknappheit wird durch die millionenfache Einwanderung zum beherrschenden Thema. Für die allermeisten Familien bleibt der Erwerb von Wohneigentum ausgeschlossen: Die Schere aus   Immobilien-Preisanstieg und Wegschmelzen der eigenen  Nullzins-Rücklagen kappt zuverlässig den Gedanken an die eigenen Vierwände.

An einem Ausgleich mit Russland und dem Bezug seiner erschwinglichen  Energie führt auch künftig  kein Weg vorbei

Es ist wirtschaftlicher Selbstmord, zugunsten US-amerikanischer Globalinteressen  den Schmierstoff unserer Wirtschaft, die erschwingliche Energie aus Öl und Gas vor unserer Haustüre, auszusperren. Eine 110 Millionen Kubikmeterpro Jahr Erdgaspipeline mit 4 Röhren abzustöpseln und dafür das – in diesen Mengen schwer verfügbare –  Schmutzgas LNG rund um den Globus heranfahren zu lassen, ist auch Klimabelastung pur. Wer sich die Nordstream 1 und 2 – Anlagen an der deutschen Ostseeküste ansieht und sich ihr geplantes Verschrottungsprogramm durch den Kopf gehen lässt, kann nur hoffen, dass nach Kriegsende in der Ukraine noch ein Funke Verstand in der Berliner Politik zu finden ist, der diesen Kamikazeplan revidiert. Mit dem bis dahin gezahlten „hohen Scholz-Preis“ für die Ukraine hat sich Deutschland schon heute übernommen.

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