Napoleon – Katastrophe, Hitler – Katastrophe – und doch: Mit Scholz, Biden & friends schon wieder gegen Russland?

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Ein Blick auf den Globus zeigt die völlige Unmöglichkeit der geografisch kleinen Länder Westeuropas, das größte Land der Erde – Russland – besiegen oder auch nur in Schach halten zu können. Napoleon kam 1812 zwar bis auf den Stuhl am Kreml-Schreibtisch im zu Dreiviertel niederbrennenden  Moskau. Sein Abschiedsgruß, den Kreml in die Luft zu sprengen, blieb aber erfolglos und er stob im russisch-winterlichen Sauwetter wieder davon. Ebenso unehrenhaft wie schmählich ließ der – heute noch als Nationalheld verehrte – französische Kaiser sein Heer im Stich und rettete seine Haut mit kleiner Truppe westwärts – allerdings in Richtung Waterloo.

Der deutsche Anführer Hitler hatte daraus nichts gelernt und glaubte sogar, Russland in einem blitzartigen Krieg, den er nur vier Monate vor dem Wintereinbruch 1941 startete, besiegen zu können. Über die folgende  Menschheitskatastrophe muss additiv berichtet werden, dass die deutschen Regierungen der Jahre 2020 ff noch immer nichts daraus gelernt haben. Als wären die vollständigen Niederlagen im Osten nichts gewesen, lässt man sich von den USA beauftragen, deren Eigeninteressen via Ukraine gegen Russland militärisch zu stützen. 

Es geht überhaupt nicht um die Menschen von Ukraine und Krim, es geht um künftige Militärstützpunkte der USA am Schwarzen Meer

Die von den USA mit aller Macht betriebene Scheuchung ihrer Nato-Vasallen in Richtung Ukraine und Russland wird unter Dampf gehalten mit behaupteten Aggressionsabsichten der Russen. Hier weiß man, dass die USA stets bei der Darstellung angeblicher Angriffsabsichten ihrer Feindstaaten gelogen haben, dass sich die Balken bogen: In Vietnam, Libyen, Syrien und besonders im Irak, wo sie im UNO-Sicherheitsrat sogar gefälschte Satellitenbilder angeblicher „Massenvernichtungswaffen“ präsentierten. Der US-Vortragende Powell hat sich hinterher für seine dreiste Lügnerei reumütig gezeigt, sie als Schandfleck seiner Karriere bezeichnet und sich entschuldigen wollen. Das ändert nichts daran, dass die verheerende Blutspur von Millionen Toten, die die USA und ihre westlichen Wertebringer auf Willkür und Lüge gegründet haben, immer weiter vorrücken soll – jetzt gegen Russland. Dabei geht es gar nicht um die Menschen der Ukraine, denen die USA helfen wollen. Es geht strategisch um den Nahen Osten. Den nehmen die USA aus Deutschland heraus per Luftwaffe und Satellitensteuerung und vom Mittelmeer her über ihre 6. Flotte unter Beschuss. Aber von Osten her – da fehlt es. Da kommen die Falschen, nämlich die Russen über das Schwarze Meer und drücken die USA gegenwärtig sogar aus Syrien wieder heraus. Also muss aus USA-Sicht der östliche Zugang zu Nahost besetzt und eine westlich-östliche Zange geschaffen werden, mit der man die Region in den Griff nehmen und die Russen draußen halten kann.

Zum Nahen Osten haben die USA bisher nur den westlichen Mittelmeerzugang – jetzt wollen sie die Zange von Osten komplettieren, durch Stützpunkte und Flotte im Schwarzen Meer

Strategisch ist der Blick der USA schon seit mehr als 30 Jahren auf die Ukraine gerichtet. US-Präsident Biden und sein Sohn können da reichlich Auskunft geben. Das Land als Anrainer des Schwarzen Meeres und die Krim als riesiger Flottenstützpunkt liegen geradezu ideal für jeden Okkupanten. Konsequent haben sich die USA und ihre Nato-Vasallen in Richtung Ukraine vorgebaggert, indem sie ein Balkan- und osteuropäisches Land nach dem anderen erschlossen und zum Bündnis holten. Nur der Schlussakkord dieser Vorwärtsbewegung – die Inbetriebnahme der Ukraine – scheiterte auf den letzten Metern durch Putins Griff nach der Krim und seine überlegene Militärpräsenz im eigenen Grenzgebiet. Aber ohne Ukraine und Krim bliebe die Nato-Ausdehnung ein Hunderte Milliarden-Missverständnis ohne Wert.

Der Schlussakkord der USA-Strategie für den Nahen Osten soll jetzt per Kriegsdrohung nachgeholt werden. Deutsche Soldaten schon wieder gegen Russland ?

Gegenwärtig bieten die USA auf, was sie haben – und das ist eine Menge. Jetzt erst merkt man so richtig, was da im Stillen geknüpft wurde: Der Dollar als Weltwährung und ein gigantisches Bankensystem rund um den Globus erlauben es den USA, fast jedes Land und jede große Firma per Boykott – genannt Sanktion – gefügig zu machen. Selbstverständlich auch Deutschland. Und so kuschen hierzulande sämtliche Politiker und Parteien – letztere mit zwei Ausnahmen – und machen einen auf folgsam á la Röttgen-Merz-Baerbock-Lindner, die in Sachen Außenpolitik die Sprecher aller US-Minister sein könnten, ohne sich mit ihnen abgestimmt zu haben. Folglich werden schon wieder deutsche Kampfeinheiten in Richtung russischer Grenze geschickt. 

Warum hat man den deutschen Strafrechtsparagrafen 80, der die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe stellte, clamheimlich gestrichen?

Dazu passt, dass im Jahre 2017 der deutsche Strafrechtsparagraf, der die Vorbereitung eines Angriffskrieges bestrafte, clamheimlich gestrichen und durch – so die Kritiker – kaum wirksame Allgemeinbestimmungen benachfolgert wurde. Der Text des gestrichenen Paragrafen 80 lautete:“Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft“. Wem stand diese hervorragende Formulierung im Wege? Warum musste sie weg?  Was wollte man da vorbereiten? Peinliche Fragen an gleichzeitig in andere Skandale wie Cum-ex und Wirecard Verstrickte, deren Probleme die Staatsfunker und Geradeausdenk-Medien natürlich sauber unter dem Tisch gehalten haben.

Deutschland hat im 2. Weltkrieg gegen mehr als 40 Staaten gleichzeitig Krieg geführt – reicht das noch immer nicht ?

Wer jetzt schon wieder deutsche Soldaten gegen Russland schicken will, bricht den Geist und die Bestimmungen des Grundgesetzes, das sicher stellen soll, dass von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgeht. Zur Bekräftigung ist ein Kriegsdienstverweigerungsrecht für Jedermann im Grundgesetz garantiert. Russland hat freiwillig unser Land geräumt und hat seine Armeen Hunderte Kilometer nach Osten zurückgezogen. Es hat stets verlässlich geliefert, pünktlich bezahlt und uns noch nie in der Historie angegriffen. Sieht so ein Aggressor aus? Die USA und ihre Nato dagegen haben neben einer Kaskade bombardierter Städte und zerstörter Staaten mit Millionen Toten allein seit ihrem letzten Abwurf von Atomwaffen auf Zivilisten in 1945 fast nur Unfrieden gebracht und Verzweiflung in Ruinen hinterlassen. Sehen so die Friedensengel aus?

Noch jedes Land, das die US-Amerikaner „verteidigt“ haben, wurde zerstört. Sind wir jetzt dran, uns von ihnen gegen die Russen „verteidigen“ zu lassen ?

Wer noch einmal in Deutschland eine Waffe in die Hand nehme, dem solle – laut späterem Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß – „die Hand verdorren„. Unser Land wird seit 1945 bis heute geprügelt – und geißelt sich auch selbst – wegen seiner Angriffe auf andere Staaten. Und dennoch wird es aufgefordert, „Verantwortung zu übernehmen“ – sprich in anderen Ländern militärisch einzumarschieren. Das passt nicht zusammen.  Also hat endgültig Schluss zu sein mit der Aggression gegen andere Länder. Unsere Bundeswehr hat außerhalb unseres Territorium allenfalls in Bündnisstaaten an Manövern ohne Bedrohung Dritter teilzunehmen. Die aktuell laufende „Verteidigung“ durch Vorrücken gegen Russland müssen wir stoppen, da wir sonst in die Reihe USA-„verteidigter“, dieses Mal atomar zerstörter, Staaten eintreten könnten. Denn  die „grandiose US-Armee“, die  in Vietnam 1973 von einer Fahrrad- und  in Afghanistan 2021 von einer Motorradarmee aufgerieben und unter Zurücklassung riesiger Waffen- und Fahrzeugbestände in die Flucht geschlagen worden ist, müsste vor ihrer Vernichtung durch die überlegenen Russen zu Atomwaffen greifen. Das Tragische an unserer Situation ist, dass der US-Präsident ein Kommandant ist, der bei uns Atombomben nach Gusto einsetzen kann, ohne dass am Weißen Haus auch nur ein Dachziegel klappern würde. Das macht diesen Mann nicht nur zutiefst suspekt, sondern man muss ihm auch ad hoc die Kriegsgefolgschaft aufkündigen.

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