Auf der 408 Seiten starken Klopapierrolle mit der Aufschrift „Verfassungsschutzbericht 2023“ findet sich folgendes Zitat:
Rechtsextremismus ist nach wie vor die größte Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie und die Menschen, die in ihr leben.
Wenn man dagegen die zwei bis drei sogenannten „Gruppenvergewaltigungen“ neben etlichen „einfachen“ sexuellen Übergriffen anführt oder die Zahl der Messerangriffe zur Sprache bringt, die sich auf 21 – 25 pro Tag belaufen, kann man sich gleich selbst als rechts etikettieren und froh sein, wenn man mit seiner Formulierung des Sachverhalts gerade noch an der Grenze zur Strafbarkeit vorbei geschrappt ist.
Das Ungeheuer, das sich Staat nennt, ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Man erzählt uns Märchen von angeblicher Personalknappheit und Überbelastung, dabei sind so viele Beamte im Dienst wie noch nie. Und es werden immer mehr bis der ganze Apparat platzt.
Das berühmte Nietzsche-Zitat fällt noch unter Rede- und Kunstfreiheit, aber nur, weil es aus dem vorletzten Jahrhundert stammt und heute sowieso keiner mehr versteht, was er meinte, als er sprach:
Irgendwo gibt es noch Völker und Herden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da gibt es Staaten.
Friedrich Nietzsche – Vom neuen Götzen
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tod der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.“
Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heißen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.
Wo es noch Volk gibt, da versteht es den Staat nicht und haßt ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.
In „Leichter Sprache“ ausgedrückt: Weniger Staat, mehr vom Leben!



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