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Keine Mehrheit für Gentechnik in der Landwirtschaft

Noch ist nicht aller Tage Abend. Vorerst bleiben die Hürden für die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft bestehen. Damit das auf keinen Fall lange Bestand hat, wollen die Unionsparteien einen „Innovationsrahmen für neue genomische Techniken“ schaffen.

Die Fraktion fordert eine gezielte Nutzung und die Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft sowie eine Reform des EU-Gentechnikrechts. In dem Antrag heisst es, die Bundesrepublik Deutschland sei ein landwirtschaftlich „hoch produktiver Standort“ und stehe damit in der Verantwortung, nicht nur die eigene Ernährung sicherzustellen, „sondern auch einen Beitrag zu leisten, Hunger in anderen Teilen der Welt zu bekämpfen“. Während Länder wie die USA, Brasilien, Indien und China an den neuen Verfahren forschen würden, drohe Europa den Anschluss an diese Technologien zu verlieren.

Laut dem Bericht des Joint Research Center über „Current and future market applications of new genomic techniques“ (veröffentlicht zusammen mit der Studie der EU-Kommission zu „Neuen Genomtechniken“ im April 2021) befinden sich weltweit 16 NGT-Pflanzen in einem vorkommerziellen Stadium. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten Marktreife erlangen. Sechs dieser Genpflanzen seien herbizidresistent – und stünden damit im Widerspruch zu den Zielen des Green Deal, der eine Pestizidreduktion vorgebe, so Heike Moldenhauer, Generalsekretärin der European Non-GMO Industry Association (ENGA), die den CDU/CSU-Antrag ablehnt. Weitere Experten, die angehört wurden, äußerten sich ähnlich kritisch, so dass bislang keine Mehrheit für zustande kommt. Das wird sicher nicht so bleiben.


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Kommentare

  1. Keine Mehrheit für Gentechnik in der Landwirtschaft, dafür aber eine überwältigende Mehrheit für Genspritzen…

    Kann das NORMAL sein ?

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