Italien greift zum Zensurknopf – 17 Millionen Strafe gegen Cloudflare

Ein Vorgang, der wie aus einer anderen Zeit wirkt. Italien verhängt eine Strafe von 17 Millionen Dollar gegen den Internet-Sicherheitsdienst Cloudflare. Offiziell geht es um Regulierung. Tatsächlich geht es um Macht über das Internet und um das, über was berichtet werden darf. Mussolinis Denkweise blüht auch unter Meloni. Sie will den Schalter umlegen, wenn ihr bestimmte Webseiten nicht passen.

Was Cloudflare tut, ohne dass wir es merken

Wer eine Internetseite betreibt, schaltet im Hintergrund häufig Cloudflare ein. Unauffällig. Cloudflare prüft in Sekundenbruchteilen, ob ein Besucher ein Mensch ist oder ein Bot. Bots sind automatisierte Programme, die Internetseiten angreifen, überlasten oder gezielt lahmlegen. Cloudflare filtert diese Angriffe heraus. Still. Neutral. Ohne Inhalte zu bewerten. Fast jeder Internetnutzer kommt täglich damit in Berührung, ohne es zu wissen.

Cloudflare erzielt rund 1,7 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Dieser stammt von Firmen, Behörden, Banken und großen Organisationen, die für professionellen Schutz bezahlen. Wer eine private oder kleine Internetseite betreibt, kann die Schutzmechanismen kostenlos nutzen. Das ist Teil des Geschäftsmodells. Breiter Schutz stabilisiert das gesamte Netz.

Was Italien verlangt und warum das brandgefährlich ist

Italien fordert, dass Cloudflare innerhalb von 30 Minuten komplette Internetadressen sperrt. Ohne Richter. Ohne Verfahren. Ohne Einspruch. Nicht nur in Italien, sondern weltweit. Sogar das technische Adressverzeichnis des Internets, das DNS, soll mitmachen. Das ist keine Aufsicht mehr. Das ist Abschaltung per Verwaltungsakt.

Cloudflare wehrt sich und droht mit Konsequenzen.

Abzug von Servern. Ende kostenloser Dienste für Privat. Keine Investitionen mehr. Rückendeckung kommt aus den USA. Vizepräsident JD Vance warnt offen vor einem Angriff auf demokratische Grundwerte. In den USA wäre ein solches Vorgehen undenkbar. Dort steht die Redefreiheit an erster Stelle. Verfassungsrang. Unantastbar. Auch bei uns ist sie im Grundgesetz fest verankert. Genau deshalb wirkt der italienische Vorstoß so alarmierend.

Heute trifft es Webseiten, die Politik und Medieninteressen widersprechen. Wer die Technik kontrolliert, kontrolliert den Diskurs. Cloudflare sagt Nein. Und verteidigt damit eine Grenze, die man besser nicht verschiebt.

Kommentare

3 Antworten zu „Italien greift zum Zensurknopf – 17 Millionen Strafe gegen Cloudflare“

  1. Avatar von Hein Kaputtnik
    Hein Kaputtnik

    Meloni ist seit langem fest in die globalistischen Strukturen integriert, als Mitglied des ziemlich exklusiven Aspen Institute der Rockefeller Gruppe. Für die öffentlich via deren für die etwas weniger exklusiven Minions aufgestellter Plattform WEF 2021 ausgegebene Losung war der Kampf gegen freie Meinungsäusserung und von denen nicht kontrollierte Medien.

    Wie die Rockefeller-Stiftung 2017 schon etwas voreilig formulierte, glaubten die Globalisten, weltweit die öffentliche Meinung vollständig zu kontrollieren, was auch Voraussetzung für den Start der „Plandemie“ war. Nur halt nicht so ganz wie gewünscht funktionierte. Und eben 2021 zum sowohl vom WEF als auch später WHO und UN ausgerufenem „Kampf gegen Desinformation“, vulgo für Zensur und zentral kontrollierte Meinungsbildung führte.

    Meloni macht hier exakt das, das ihre Agendasetzer von ihr erwarten auf dem Weg zu faschistischen neofeudalistischen Superstrukturen, in denen der Pöbel nur noch als Nutzmensch geduldet wird.

  2. Avatar von Ralf.Michael-さん
    Ralf.Michael-さん

    Bei Meinungen ist es immer noch so ….. das man Sie nicht teilen muss ! Und Wollen ? Was bitte glauben Sie, was ich da so Alles will ;o))

  3. Avatar von Perceptor
    Perceptor

    Wie kommt der Verfasser auf die Schnapsidee, bei uns sei die Redefreiheit „fest im Grundgesetz verankert“?

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