Ist die Ukraine für die USA nur vietnamesisches Verbrauchsmaterial?

demonstration against the war of aggression russia against ukraine
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Zum Gedenktag der Ukrainegründung haben viele deutsche und andere westliche Politiker keinen anderen Einfall als noch mehr schwere Waffen zu liefern. Ihre Logik: Mehr Waffen schaffen mehr Frieden. Im Chor seiner Spezies sagt Herr Stoltenberg von der Nato: „Das Beste für eine Friedenslösung ist, die Ukraine stärker militärisch zu unterstützen“ (hier, andere hierhierhier). Die ohnehin großenteils zerstörte Schwarzmeer-Küstenregion wird weiter mit Waffen vollgestopft und Militärkenner vermuten US-Soldaten  an den Schalthebeln der hochkomplexen Superexemplare, die im Donbass, in Luhansk und verdachtsweise auch auf der entfernt liegenden Krim einschlagen (hier).  Das soll offenbar endlos weitergehen: Kanzler Scholz versprach Lieferungen ohne Zeithorizont („werden niemals akzeptieren“) – als wären noch nicht genug Soldaten und Zivilisten umgekommen, Millionen vertrieben und tausende Häuser zerstört, sodass man endlich eine Friedensinitiative ergreifen könnte.

Ob es einem passt oder nicht: Die völlig verfeindeten Russen und Ukrainer werden nicht länger zusammen leben können. Trennung ist die einzig realistische Lösung.

Die westliche Sichtweite in dem Konflikt reicht nur bis zum nächsten Kanonenrohr. Sonst würde den Verantwortlichen dämmern, dass allein die tiefe Unverträglichkeit der entweder russisch  oder ukrainisch orientierten und sprechenden Einwohner-Fraktionen ein gedeihliches Zusammenleben ausschließt. Es müsste auch dem kurzsichtigsten US-Außenpolitiker (um die Unfähigsten zu nennen) aufgefallen sein, dass das von Selenskyj bewirkte Verdrängen der russischen Sprache samt ihrer Verbannung aus den Schulen (hier) einen großen Teil der Bevölkeung „sprachlos“ zurücklässt und einen Grimm implementiert, der in Jahrzehnten nicht verschwinden wird. Grotesk an der Kiewer Verordnungslage: In „Vorträgen, Shows, Konzertabenden muss der Redner, sofern er russisch spricht, obligatorisch ins Ukrainische übersetzt werden“ und „Ver­stöße gegen das ‚Recht auf Be­dienung in der Landessprache‘ (Ukrainisch)  können beim Sonderbevollmächtigten zum Schutz der Staatssprache ge­meldet und im Wiederholungsfall mit Geldstrafen geahndet werden“ (hier). Wer derart brachial mit den Leuten umgeht, hat nichts verstanden. Womit wir wieder bei der westlichen Interventionsarmada wären, deren Hohe Lieder von Freiheit und Gedöns schon der deutsche Dichterfürst vor 190 Jahren decouvrierte: 

„Sie streiten sich um Freiheitsrechte; genau besehn, sind’s Knechte gegen Knechte“  (J.W.v. Goethe, +1832)

Im Ukrainekrieg geht nicht um Freiheitsrechte, sondern darum, dass die Vasallen den USA den Zugang zum Schwarzen Meer samt Kriegshafen Sewastopol freischießen sollen – so die Analytikersicht. Zu diesem Behuf ist die passende Einstellung am Werk: Bomben, bomben, bomben – das ist die Trias der ewig gültigen US-Militärdoktrin, die Deutschland und besonders Japan bis 1945 intensiv studieren konnten und die sich über Vietnam, Afghanistan, Libyen, Syrien u.v.a.  bis in die Ukraine fortpflanzte. Als Kronzeuge dient kein Geringerer als der vormalige Präsident der USA, Donald Trump, der den Durchblick allein schon von Amts wegen hatte. Dessen Sicherheitsberater Bolton verkörperte in seiner Stellenbeschreibung die US-Militärauffassung, die Donald Trump so formulierte: „Mister Bolton likes dropping bombs on people, and killing them“ – er liebt es, Leute zu bombardieren und sie umzubringen. Ob dieser (Un-) Geist noch immer im Weißen Hause haust, kann jeder selbst beurteilen.

Soll das Unmögliche herbeibombardiert werden?

Per Verlauf will man entlang der Schwarzmeerküste das Unmögliche herbeibombardieren, will Russen unter die ukrainische Autorität implementieren. Die westlich  „wertegestützte“ Armada ist vernagelt genug, ohne Zukunftskonzept (oder wo sollte das sein?) die Region  in Schutt und Asche zu legen, um  anschließend festzustellen, dass die US-Führungsmacht von manchem etwas versteht, ganz sicher aber nichts von fernen Ländern, was über deren Benutzung hinausginge. Nach 1945 hat das die US-Führung am brutalsten nach 60.000 eigenen Gefallenen und der ebenso rücksichtslosen wie vergeblichen Urwald-Entlaubung und Totalzerstörung Vietnams einsehen müssen – aber bis heute nichts dazugelernt. 


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3 Kommentare

  1. Von „werden niemals akzeptieren“ bis „bis heute nichts dazugelernt“

    Lieber Herr Egeler,

    was sollte die imperialistische US-UK-EU-Kabale denn „dazugelernt“ haben?

    Es geht um Macht, um Macht, und nochmals um Macht, sowie um Profit. Etwas anderes kennt die kriminelle Kabale nicht.
    Die Russen (und die Chinesen) stehen ihnen dabei im Wege, weil diese sich „bockig“ zeigen, nicht unterwerfen, und die bösartige und menschenfeindliche AGENDA des „Werte-Westens“ mit seiner psychopathisch-satanischen „Elite“ partout nicht akzeptieren wollen.

    Aufgrunddessen hat sich die Kabale entschieden, zu tun, was sie am besten kann: ZERSTÖREN um JEDEN PREIS.

    Genau das ist es, was da vor sich geht. Und wenn es dumm läuft, stecken wir bis über beide Ohren bald mittendrin.
    Unser RESCHPECKT-Kanzler outet sich mit seinem „nie akzeptieren“ als Kriegstreiber und damit zugleich als Kriegsverbrecher (nämlich entgegen dem Willen des Volkes und mit schwerwiegendsten Folgen für das selbige. Schröder hat da „gute“ Vorarbeit geleistet, in alter sozialistischer Tradition)

    Solange das jedoch (fast) niemanden in Deutschland „großartig“ stört, was dieser Kriegskanzler mit Unterstützung der grün-lackierten Stalinisten und gelb-lackierten Globalisten hier treibt, kann das ganze nur in einer Katastrophe enden, für die Ukrainer ebenso wie für die Deutschen.

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