In 1921 sind wir schon angekommen

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Chinesische Karikatur von Da Vincis Gemälde „Das letzte Abendmahl“

Es ist immer wieder interessant die Inflation der 20er Jahre des 20. mit der des 21. Jahrhunderts zu vergleichen. Denn die Grundmuster sind dieselben. Ausgangspunkt ist eine außergewöhnliche Verschuldungssituation – vor 100 Jahren durch den langen Weltkrieg verursacht, heute durch 60 Jahre Keynes.

So eine Überschuldung haben manche Länder durch eine lange Rezession ausgeschwitzt, andere durch Inflation, wieder andere durch eine Kombination aus beidem. In Deutschland wurde das durch Währungsreformen gelöst: 1924, 1948 und 1990. Eine wirklich fatale Ausweglosigkeit entsteht dann, wenn ein Mehrfrontenkrieg auf den Schuldenberg oben drauf kommt. Das war in der Weimarer Republik der Fall und scheint sich zu wiederholen.

Die Weimarer Republik hatte eine Vielzahl von Baustellen: Reparationen, Besatzungskosten, Flüchtlingskosten, Versorgung der vielen Kriegskrüppel, soziale Wohltaten des von der SPD verhießenen Zukunftsstaates und gekrönt wurde das Ganze durch die immensen Kosten der französischen Ruhrbesetzung und des passiven Widerstands dagegen. Die Reichsregierung wollte den ausländischen Feinden beweisen, was nicht ging und schrottete als Kollateralschaden die Ersparnisse seiner Bürger. Was sich später rächte.

In denselben Mehrfrontenkampf hat sich die Bundesregierung im neuen Jahrteusend hereinziehen lassen. Klima, Einwanderung in die Sozialsysteme, Kórona, regelrechter sexueller Firlefanz, Rettung Südeuropas und als Sahnehäubchen ein Krieg oben drauf. Bereits im dritten Jahr laufen Einnahmen und Ausgaben des Bundes völlig auseinander, ein Umdenken hat noch nicht begonnen, und es wird auch nicht kommen. Die von NGOs geenterten Lügenmedien erdichten eine Katastrophe nach der anderen und im Katastrophismus gehen alle vernünftigen Ansätze zur Sparsamkeit baden.

Geschichte reimt sich, aber sie wiederholt sich nicht. Wir wissen nicht, ob die Inflation noch zunehmen wird, außerhalb Europas wird ja dagegen angekämpft. Es steht in den Sternen, ob es eine weltweite Wirtschaftskrise geben wird. Es ist unbekannt, wann beide Krigsgegner im wilden Feld so erschöpft sind, daß sie den Kampf beenden werden. Die nächsten Seuchen sind eine Überraschungskiste. Was aber sicher ist: Deutschland und EU-Europa werden derzeit von grünen, schwarzen und roten Phantasten an die Wand gefahren. Die folgende Tabelle, welche die letzten zweieinhalb Jahre abbildet, ist nur ein Schnipsel der Realität (Währungsrelationen wurden nicht betrachtet). Woanders auf der Welt wird auch nicht alles richtig gemacht, aber Deutschland wurde trotzdem, was die Werthaltigkeit seiner Wirtschaft betrifft, etwas abgehängt.

03.01.202025.06.2022Wert der Anteile
Dow Jones2863531501110US
Nasdaq902111608129US
Nikkei2320526492114Japan
SCI30833220104China
Sensex4146252266126Indien
SMI1070010794101Schweiz
Dax132191311899D
TDax3035291996D

Ein zweites Warnsignal ist die Handelsbilanz, die sich deutlich verschlechtert hat und kurz vor dem Abrutschen in den Negativbereich steht. Die dritte Schwachstelle ist der Euro, der gegenüber anderen Währungen abrutscht. Der Krisenmonitor ist etwa auf dem Stand von 1921 angekommen. Sollte die lange Zeit neben dem Wind als alleinseeligmachend gepriesene Gasversorgung zusammenbrechen, wird sich die Talfahrt beschleunigen. In China, den Staaten, Indien und Japan wird man lächeln angesichts des intellektuellen Unvermögens in Berlin und Brüssel.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst:

Den du nicht verlässest, Genius,
Wirst ihn heben übern Schlammpfad
Mit den Feuerflügeln.

(Goethe im Sturm und Drang 1772)

Quelle: Prabelsblog


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