Deutschland erlebt eine wahre Auswanderungswelle. Ein Artikel in der Epoch Times zeigt, wie unsere Heimat einen bedeutenden Anteil ihrer hochqualifizierten Arbeitskräfte verliert, einschließlich Ingenieure, Wissenschaftler und IT-Profis, die im Ausland nach Möglichkeiten suchen.
Die steigende Auswanderung betrifft sowohl deutsche Staatsangehörige als auch Nicht-Deutsche. Laut einem OECD-Bericht leben bereits 3,8 Millionen deutsche Staatsangehörige im Ausland, was einem Anteil von 5,1 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung entspricht. Dies ist der dritthöchste Anteil weltweit, nach Polen und Großbritannien. Im letzten Jahr war der negative Wanderungssaldo deutscher Staatsangehöriger mit 83.414 Menschen so hoch wie seit 2016 nicht mehr.
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag haben im letzten Jahr insgesamt 268.167 Menschen Deutschland verlassen. Dies ist deutlich mehr als in den 1990er Jahren, als die Auswanderungszahlen zwischen 100.000 und 150.000 Personen lagen.
Besonders hoch ist die Auswanderung von ausländischen Staatsangehörigen, die im letzten Jahr bei 935.516 lag. Dies ist der höchste Wert seit 2019 vor der Corona–Pandemie. Von 1990 bis 2012 bewegten sich die Auswanderungszahlen von Nicht-Deutschen zwischen knapp 500.000 und etwas über 600.000 Personen.
Deutschland steht vor einer doppelten Herausforderung: Die Auswanderung bleibt auf einem hohen Niveau, und etwa drei Viertel der Auswanderer haben einen akademischen Abschluss. Im Vergleich dazu ist Deutschland für echte ausländische Fachkräfte weniger attraktiv als eine Vielzahl anderer potenzieller Ziele.


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