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Heuchelei: Von der Leyen unterstützte Homo-Heiler, jetzt will sie gegen Orban vorgehen

Der Streit um das Spiel „Deutschland gegen Ungarn“ in der Münchner Regenbogenarena wird immer absurder. Nach einem Shitstorm gegen die UEFA sagte Ungarns Ministerpräsident Orban sein Kommen ab. 

Das Verbot der Anstrahlung des Stadions in Regenbogenfarben will die vereinigte politmediale Kaste nun mit der Beleuchtung von Windrädern umgehen. Und jetzt kündigt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ein Verfahren gegen das ungarische „Gesetz zur Einschränkung von Informationen über Homosexualität und Transsexualität“ an, an dem sich der Zwist entzündet hatte. Sie bezeichnete es als „klar diskriminierend“ und „Schande“. Sie glaube an eine Europäische Union, in der jeder lieben kann, wen er will. Bei den EU-Grundwerten wie Gleichberechtigung werde es keine Kompromisse geben, so die gleichlautenden Meldungen in der Jubelpresse.

Vor wenigen Jahren dachte von der Leyen offenbar noch ganz anders. Als damalige Familienministerin hatte sie die Schirmherrschaft von „Christival 2008“ übernommen. Weil dabei ein „Seminar zur Heilung von Homosexualität“ angeboten wurde, geriet sie in die Kritik. Der „religionspolitische Sprecher“ der Grünen, Volker Beck tat sich besonders hervor: „Frau von der Leyen kann nicht als Bundesfamilienministerin Schirmherrin eines Kongresses sein, bei dem gefährliche Psychokurse und minderheitenfeindliche Angebote gemacht werden“, berichtete damals die WELT. Schlussendlich zog von der Leyen nachdem das Thema in den Bundestag eingebracht wurde, ihre Unterstützung zurück. Von diesem Sinneswandel liest man im heutigen WELT-Artikel natürlich kein Sterbenswörtchen. Wie kam es nur dazu, dass die einstige Vorzeige-Christin und siebenfache Mutter so eine Kehrtwende hingelegt hat? 


Foto: European Parliament from EU, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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