Die EU-Kommission erklärt, sie nehme die potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen ernst – ausdrücklich auch mit Blick auf Infraschall. Für den freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser ist das eine weitere Bestätigung seiner seit Monaten vorgetragenen Kritik am massiven Windkraftausbau.
Die Formulierung findet sich in der Antwort auf Hausers parlamentarische Anfrage E-002523/2026. Die Kommission bestätigt darin nicht ausdrücklich einen konkreten Gesundheitsschaden, räumt aber offene Fragen ein und hält zusätzliche Forschung für erforderlich. Genau an diesem Punkt setzt Hauser an: Brüssel treibe den Ausbau immer weiter voran, obwohl mögliche Folgen offenbar noch längst nicht abschließend geklärt seien.
„Die EU-Kommission kann die Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen einfach nicht mehr leugnen.“
Gerald Hauser
Hauser verweist auf wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Infraschall sowie zu möglichen Belastungen durch PFAS und Mikroplastik aus Windkraftanlagen. Bereits im Sommer hatte Hauser nach einer früheren Anfragebeantwortung vor Gesundheits- und Umweltrisiken durch Windkraftanlagen gewarnt. Für ihn bricht damit ein zentraler Baustein des „European Green Deal“ zusammen: Windenergie werde als gefahrlos verkauft, während selbst die Kommission weiteren Forschungsbedarf einräume.
Besonders scharf kritisiert Hauser, dass sich die Kommission auf die Weltgesundheitsorganisation berufe. Die WHO habe bislang keine spezifischen Grenzwerte oder Leitlinien für Infraschall vorgelegt. Zugleich verweise Brüssel bei der Genehmigung von Windkraftprojekten auf die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Hauser sieht darin den Versuch, politische Verantwortung abzuschieben.
Der FPÖ-Abgeordnete will deshalb mit einer weiteren Anfrage nachsetzen. Die Kommission soll erklären, warum sie den Ausbau der Windenergie massiv vorantreibt, obwohl sie mögliche gesundheitliche Auswirkungen ernst nimmt und zusätzliche Untersuchungen für notwendig hält. Hunderttausende neue Anlagen zu planen, bevor die offenen Gesundheitsfragen beantwortet sind, ist kein verantwortungsvoller Kurs.
Quelle: FPÖ Team Europa: Presseaussendung von Gerald Hauser, 2. November 2026.


