/

/

,

Hat Wagenknecht mehr Potential als die AfD?

Foto: O24 / Archiv

Ihre Videos haben ordentlich Wumms, mehr als die von Alice Weidel, mit der sie oft verglichen wird. Sahra Wagenknecht könnte bei einer Partei-Neugründung der AfD einen beträchtlichen Stimmenanteil kosten. Die Sozi-Presse weiß es genau: “AfD und Wagenknecht sprechen zum Teil das gleiche Milieu an.”

Die linke Sammlungsbewegung “Aufstehen” ist zwar grandios gefloppt, doch der von rechts auf links gedrehten FAZ kann es gar nicht schnell genug gehen, dass Wagenknecht der AfD das Wasser abgräbt.

Die Formel ist einfach, nach der man dem Volk die Weidel mit Belzeknecht austreiben will. Zaudernde Wechselwähler würden vielleicht noch von der AfD abgeschreckt werden, bei Wagenknecht als “guter” Ex-Linken aber keine Probleme haben, so die Erklärnerds und Politolügner. Nichts fürchtet der Mainstream mehr als eine Querfront.

Im direkten Vergleich mit Weidel ist aber doch Wagenknecht die schlimmere “Extremistin”, wenn man so will. Ihre Noch-Partei hat unter dem Namen SED in der ehemaligen DDR Blut vergossen, das Blut der eigenen Landsleute. Sie gehörte lange Zeit zum stalinistischen Block. Solange sie schön brav auf ganz normal linksoppositionell machte, nahm ihr das im gesamten Medienbetrieb keiner krumm. Jetzt aber wird sie regelmäßig dafür gekeult, dass sie recht einfache Wahrheiten ausspricht.

Was erhoffen sich die FAZkes von Wagenknecht? Dass sie sich mit einer Neugründung verspekuliert und gleichzeitig der AfD die Suppe versalzt, damit RotGrün weiterhin das Land an die Wand fahren kann, was sonst. Mit Wagenknecht wäre nämlich Schluss mit GEZ und Medienförderung, genau wie mit der AfD. Wenn solche Parteien in für sie guten Zeiten vielleicht auch mal deutlich über die Zehn Prozent kommen, muss man nur dafür sorgen, dass die nicht zusammen arbeiten. Das glaubt man in den Schreibstuben, doch die FAZ liegt daneben. Je übler die Gemengelage, desto weniger schert sich der Wähler darum, welchen Eindruck sein Wahlverhalten macht, er will einfach nur nicht mehr länger zusehen, wie man ihm die Butter vom Brot nimmt. Das Maß ist allerdings noch immer nicht voll und die Maß nicht teuer genug, wie die Besuchermenge zum Oktoberfest zeigte.

Die nächste “reguläre” Bundestagswahl wäre erst 2025. Genug Zeit für Wagenknecht eine Partei zu gründen, die vor dem Bundeswahlleiter bestehen kann. Wenn es allerdings zu Neuwahlen kommt, steht nur die AfD zur Verfügung, deren Potential dann vielleicht geringer als das von Wagenknecht wäre, real aber deutlich über Null liegt.

Aber 2025 – wer will bitte heute noch so weit denken? Wenn politisch noch etwas ausgerichtet werden kann, dann jetzt, doch wer glaubt das noch? Deutschland ist nicht Italien – ist eher wie Frankreich mit der ewigen Le Pen, die komischerweise dann doch nie den Hauch einer Chance hat, Staatspräsidentin zu werden, obwohl doch die Zeitungen vorher jedesmal so heftig vor ihr warnen.

Sahra Wagenknecht wird aber vielleicht trotzdem bald ihre Chance bekommen. In Krisenzeiten halten Menschen oft paradoxerweise an dem fest, was sie in die Krise geführt hat, im Chaos allerdings braucht es Leute eines anderen Formats. Wagenknecht könnte so jemand sein.

Kommentare

6 Antworten

  1. Avatar von Joeee
    Joeee

    Wagenknecht mehr Wumms wie Weidel? Niemals.
    Und man soll immer im Hinterkopf behalten, wer Wagenknecht wählt, wählt Marxismus light. Nichts anderes. Und es sind die selben Wendehälse wie die Grünen, wenn sie mal am Steuertrog sitzen, sind sehr schnell alle Vorsätze vergessen. So wie es Gysi 2012 mit Russland vorgemacht hat, wo ihm dann Sanktionen nicht schnell genug gehen konnten,obwohl noch vorher anders argumentiert. Oppositionsarbeit, ja, das können sie, konnten sie schon immer, was dann daraus wird, sieht man ja live im Bundestag. Stimmen brav mit dem Rest ab. Und auch ihr ‘sozialistisches Paradies’ wird nicht funktionieren.

    8
    1
  2. Avatar von Rumpelstilzchen
    Rumpelstilzchen

    Alter SED-Stalin-Lenin-Marx-Wein in neuen Schläuchen.

    Aber den Deutschen Hurra-Jublern kann man ja alles verkaufen. Hauptsache, es sieht gut aus.

    7
    2
  3. Avatar von P. Herrmann
    P. Herrmann

    Es ist schon seltsam… so bald irgendein daher gelaufener Schreiberling oder Politiker einen Anflug von Realitätssinn von sich gibt, wird er bei rechten Medien gleich wie ein Verbündeter behandelt.
    Ob nun Reichelt dessen Bild vor dem Einstieg von Murdoch genau so Systemkonformen Mist geschrieben hat wie jede andere Zeitung auch. Oder jetzt Wagenknecht weil sie im Gegensatz zu vielen ihrer Parteikollegen noch nicht ihre Seele an die NWO Agenda verkauft hat.

    Das ändert aber nichts daran, dass diese Personen uns nicht weiter bringen werden. Reichelt würde sofort wieder Regierungspropagandist werden, wenn man ihm nur eine lukrative Stelle anbieten würde und Wagenknecht, die ich zwar für ihre Treue zur eigenen Überzeugung respektiere, ist trotz allem eine Linke und die sind nicht die Lösung sondern Teil des Problems.

    8
    1
  4. Avatar von ClaudiaCC
    ClaudiaCC

    Wenn Wagenknecht wirklich
    1. eine neue Partei gründen würde, mein Vorschlag für den Namen “Die Aufrechten”
    und wenn
    2. KEINE/R dabei sein dürfte, die oder der jemals für die schandbaren Zensur- und Corona-Schikanen-Ermächtigungs-Gesetze gestimmt hat und wenn
    3. wie bei der AfD der wichtigste und unverzichtbare Programmpunkt dieser Partei die Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild wäre
    und wenn
    4. diese neue Partei das AfD-Bashing bleiben zu lassen und auch mit AfD-Abgeordneten zusammen für vernünftige Lösungen der Migrations-, Finanz- und Energie-Probleme stimmen würde,

    dann und NUR dann käme ich ins Schwanken, ob ich noch AfD oder die neue Wagenknecht-Partei wählen sollte.

    3
    1
    1. Avatar von ClaudiaCC
      ClaudiaCC

      P.S.
      Ich glaube, dass Wagenknecht das Potential hat, mit einer eigenen Partei das grosse Wählerpotential der Nichtwähler zu mobilisieren und den rotgrünschwarzgelben Altparteien-Block in die Schranken zu weisen. Aber gerade deshalb muss sie sehr auf sich aufpassen, dass sie keinen “Unfall” oder Ähnliches hat, denn die korrupte Saubande wird nicht freiwillig von den Steuergelder-Fresströgen weichen.

      4
      2
  5. Avatar von Anton Vogel
    Anton Vogel

    Die Sozi-Presse weiß es genau: “AfD und Wagenknecht sprechen zum Teil das gleiche Milieu an.” <<<<
    Und ganau das ist es was sie wollen ! Die Oposition spalten ! ,,Spalte und herrsche” das pronzip funktioniert seit der Mensch auf zwei Beinen laufen kann ! Wenn wir wirklich so hochzivilisiert wären müßten wir das eigentlich längst überwunden haben !