Leere Fertigungshalle mit Motorblöcken als Symbolbild für die unter Druck geratene Autozulieferindustrie
Symbolbild: Autozulieferindustrie unter Druck

Haider: Verbrennerverbot vernichtet 1,6 Millionen Jobs in der Autoindustrie

|

,

|

FPÖ-Europaabgeordneter Roman Haider warnt vor den Folgen des EU-Verbrennerverbots und des Green Deals für die europäische Autoindustrie. Nach seiner Darstellung zeigt eine neue Studie des Fraunhofer Institutes, dass bis 2040 rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren gehen könnten. Für Österreichs Zulieferindustrie zeichnet Haider ein noch härteres Bild: Sie würde demnach um 94 Prozent schrumpfen und wäre praktisch nicht mehr existent.

Auch der von der EU-Kommission ins Spiel gebrachte Kompromiss ändere laut Haider nichts am Problem. Eine 90-prozentige Reduktion des Verbrenneranteils bei den Flottenzielen der Autobauer führe am Ende zum selben Ergebnis. Haider spricht deshalb von reiner Augenwischerei. Nur wenn Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der EU weiter produziert werden könnten, ließen sich diese Szenarien verhindern.

Die Studie zeige nach Angaben Haiders, welche Voraussetzungen nötig wären, um diesen wirtschaftlichen Kahlschlag abzuwenden. Erstens brauche die EU-Flottenregulierung echte Technologieoffenheit. Zweitens müssten investitions- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu zählt Haider die Entlastung energieintensiver Industrien, Reformen am Arbeitsmarkt und entschlossenen Bürokratieabbau.

Im Zentrum steht für den Freiheitlichen auch der Energiepreis. Auf EU-Ebene müsse die CO2-Bepreisung durch das Emissionshandelssystem fallen, auf nationaler Ebene die CO2-Steuer aufgehoben werden. Ohne niedrigere Energiepreise werde Europas industrielle Basis weiter unter Druck geraten.

Haider wirft der Kommission von der Leyen vor, aus ideologischen Gründen an ihrem Kurs festzuhalten. Nicht nur die Autoindustrie, sondern auch die chemische und die metallverarbeitende Industrie seien durch den Green Deal in ihrer Existenz bedroht. Genau hier liegt der politische Kern der Debatte: Klimapolitik wird zur Standortfrage, und die Rechnung zahlen Beschäftigte, Zulieferer und Betriebe.

Der Green Deal führe Europa in den Abgrund, so Haider. Aus seiner Sicht könne nur eine sofortige Abkehr vom Verbrennerverbot und von den Belastungen des Green Deals einen Totalschaden der europäischen Wirtschaft verhindern. Quelle: OTS-Presseaussendung des Freiheitlichen Parlamentsklubs vom 17. Juli 2026.