Es ist Krieg. Die dreifach geimpfte Bratwurstfraktion ist verunsichert, denn dieses Mal helfen keine Masken. Auch kein PCR-Test, kein Abstandhalten und keine Ausgangssperre. Man kann sich nicht freitesten, nicht boostern, nicht mal mit einer Extra-Dosis Solidarität auf Twitter, äh Verzeihung, X, glänzen. Die Welt hat sich weitergedreht, aber sie stehen immer noch da, wie ein Übungsleiter im Lockdown, der mit entschlossenem Blick immer noch die korrekte Zählweise von Inzidenzen herunterrasseln kann, wenn ihm ein Coronaleugner über den Weg läuft.
Aber plötzlich kommt die Erleuchtung: Nicht das Virus, sondern die Realität ist das wahre Problem. Dass Grenzen nicht nur als PDF-Dokument existieren, dass Menschen nicht nur „ungeimpfte Virusüberträger“, sondern auch Terroristen und Attentäter sein können, denen Messerverbotszonen egal sind, weil sie eh nicht richtig lesen können, schon gar nicht auf Deutsch. Das Weltbild ist erschüttert, aber für wie lange? Fragen drängen sich auf. Kann man noch zum Karnevalszug gehen? Wegen der Terrorgefahr!
Ach, daher weht der Wind, genauer gesagt, das Lüftchen. Ohne klares Verbot sind sie einfach zu schwach, um der Versuchung zu widerstehen. Und da fragen sie Leute wie uns, was wir denn machen würden. „Kein Kölsch für Nazis“ schunkeln, sich beim ersten Araberkostüm in die Hose scheissen und hoffen, dass es wirklich nur eine Verkleidung ist? Wäre, wäre, würde, würde, hätte, hätte, Pirouette!



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11 Antworten zu „Hätte, hätte, Pirouette!“