Für Berliner Studenten kein Platz in der Herberge

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Du kommst hier nicht rein. Dieser Satz entscheidet im Wintersemester 2025/26 über das Leben von 4132 Studenten. Sie stehen auf der Warteliste des Studentenwerks. Neuer Rekord. Viele schlafen auf Luftmatratzen bei Fremden. Andere zahlen 742 Euro warm für zwölf Quadratmeter WG-Kammer. Wieder andere geben auf und fahren wieder nach Hause.

Gleichzeitig 4287 leere Zimmer, 48 Millionen Euro monatlich für nichts

Genau jetzt stehen in Berlin 4287 Plätze in Container- und Modulunterkünften leer. Voll möbliert, beheizt, mit Küche, Bad und Sicherheitsdienst. Die größte Anlage allein, Blumberger Damm in Marzahn-Hellersdorf mit 1920 Plätzen, ist zu 73 Prozent leer. Die Heizung läuft weiter. Die Stadt zahlt den Betreibern 28 bis 42 Euro pro Tag und leerem Bett. Das macht bis zu 1500 Euro im Monat pro unbelegtem Zimmer. Drei große Betreiber kassieren so jährlich rund 48 Millionen Euro für überwiegend leere Hallen. Und wer lässt das zu? Der Senat unter Bürgemeister Kai Wegner (CDU), der seit 2023 regiert und nichts an der Verschwendung ändert.

Der „böse“ Paragraf aus 2016 blockiert angeblich alles

Die Gebäude wurden 2015/16 nach dem Sonderbaurecht für Asylanten gebaut und dürfen angeblich nur dafür genutzt werden. 2024 kamen 9000 neue Wirtschaftsflüchtlinge nach Berlin. Sind Studenten nicht auch Wirtschaftsflüchtlinge, wenn sie keinen Platz in der Herberge bekommen?


Studentenvertreter fordern die Zwischennutzung seit sieben Jahren. Juristen sagen: Auch die Obdachlosenhilfe warnt: Über 10,000 Menschen schlafen diesen Winter auf der Straße. Doppelt so viele wie 2018. Der Senat sagt trotzdem: Ihr kommt hier nicht rein. Verantwortlich dafür? Damals Elke Breitenbach (Linke), die 2018 alles abblockte, und heute Cansel Kiziltepe (SPD), die als Senatorin für Soziales und Integration die Starre fortsetzt. Wegner und Kiziltepe versemmeln es weiter und Tausende leiden.

In Freiburg wohnen seit 2022 genau 380 Studierende in ehemaligen Flüchtlingscontainern für 240 bis 290 Euro warm. Hamburg hat es per Erlass einfach erlaubt. Berlin klammert sich an ein Gespenst aus 2016. Der BAföG-Wohnkostensatz beträgt 360 Euro. Das reicht in Berlin nicht mal für die Hälfte eines WG-Zimmers.

Die Betten sind gemacht. Die Schlüssel liegen bereit. Die Heizung läuft.
Und Berlin sagt immer noch: Du kommst hier nicht rein.


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Kommentare

Eine Antwort zu „Für Berliner Studenten kein Platz in der Herberge“

  1. Avatar von klaus
    klaus

    und wieder kam ein flieger mit afgahnen, selten wurde ich so verarscht,
    es sollen übersetzer sein, ich weis das pro kompanie ein übersetzer
    notwendig ist.
    bei der anzahl eingeführter afganen müsste jeder soldat 15 übersetzer gehabt haben und mit dem familiennachzug mutter onkel tanten u. neffen
    übersteigt die zahl der übersetzer die stationierten soldaten bis ins unendliche, wie rechnet sich das jetzt eigentlich, garnicht natürlich, hier werde ich nach strich und faden belogen.
    die unterkünfte u. bereitgehaltenen hotels werden auch bezahlt, ja von was denn und vor allen dingen warum, das sind doch keine verwandten
    oder verschwägerte, die holen sich nur elend ins land u. ich bin einer dem man hiermit schwer auf die zehen steigt.

    schönen tag klaus

    schönen tag klaus

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