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Friedrich Merz will an unsere 6 Billionen Euro

Merz meint allen Ernstes, die Deutschen hätten 6 Billionen Euro Sparvermögen. Dieses Geld sei es, das man nur für den Staat „aktivieren“ müsse. Doch dieses Geld liegt jedoch nicht im Tresor der Banken, sondern ist längst vergeben: für Hypotheken, Firmenkredite, Staatsanleihen. Wer das ignoriert, liest eine Bankbilanz wie ein Märchenbuch: Hauptsache viel Phantasie wie beim Wolf und den sieben Geißlein.

Während der frühere Finanzminister Wolfgang Schäuble (2009 -2017) noch davon sprach, er arbeite sparsam wie eine schwäbische Hausfrau, macht der derzeitige Kanzler Sprünge wie ein Känguru mit leerem Beutel. Das Wahlvolk schaut irritiert zu und fragt sich, ob dieser Mann wirklich die großen Zahlen versteht, mit denen er Politik macht.

Eine Bankbilanz ist kein Kochbuch

Markus Krall bringt es auf den Punkt: Wer so spricht, hat noch nie eine Bankbilanz gelesen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ökonomischer Analphabetismus im Kanzleramt. Offensichtlich hat Blackrock ihn hierbei nicht beraten. Wer Bundes-Mathematik nach Merz’ Art betreibt, der überweist auch gern weitere Milliarden in die Ukraine, ohne zu prüfen, ob dieses Geld nicht längst auf privaten Konten in Zürich oder Genf liegt. Hauptsache, man wirkt großzügig vor laufender Kamera. Dass es der Steuerzahler ist, der diesen Zirkus finanziert, fällt hinten runter.

Das Märchen vom reichen Land

Merz hält an der Erzählung fest, Deutschland sei ein „reiches Land“. Also kein Problem, wenn ein paar Nullen rechts vom Komma verrutschen. Solange es nicht die eigenen sind, lässt sich damit gut Politik machen. Für die Bürger dagegen bedeutet es: Steuern rauf, Vermögen runter.

Merz hat Nachhilfeunterricht ist bitter nötig. Denn wer schon bei Soll und Haben ins Stolpern gerät, betreibt Politik mit falschem Vorzeichen. Am Ende steht nicht Reichtum, sondern Rechnung. Und die zahlen wir alle.


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