Jetzt also das: Während ein Waffenstillstand in der Ukraine weiter in weiter Ferne liegt, fordert EVP-Fraktionschef Manfred Weber bereits europäische Truppen zur „Friedenssicherung“. Der CSU-Politiker spricht offen davon, deutsche Soldaten unter EU-Flagge in die Ukraine zu entsenden – nachzulesen bei ntv.de. Für Weber ist klar: Europa dürfe sich nicht darauf verlassen, dass die USA oder Donald Trump den Frieden absichern.
Weber malt das Bild eines Europas, das angeblich „Verantwortung übernehmen“ müsse. Nach einem Waffenstillstand solle an der Sicherheitslinie nicht mehr die Nato, sondern die europäische Flagge wehen. Deutschland könne sich dabei nicht heraushalten – so die klare Botschaft. Implizit bedeutet das: Bundeswehrsoldaten im Kriegsgebiet, diesmal nicht unter nationalem, sondern unter EU-Kommando.
Gleichzeitig zeigt sich Weber skeptisch, dass es überhaupt bald zu einem Waffenstillstand kommt. Russlands Präsident Putin spiele auf Zeit, der Westen sei zerstritten, Europa handele zu zögerlich. Frieden gebe es nur, wenn Europa Stärke zeige – was in Webers Logik offenbar militärische Präsenz bedeutet.
Brisant ist vor allem der politische Kontext: Während große Teile der Bevölkerung kriegsmüde sind und Diplomatie fordern, werden in Brüssel bereits Szenarien für eine europäische Militärpräsenz in der Ukraine entworfen. Der Ruf nach einer „eigenen europäischen Sicherheitsstrategie“ klingt dabei weniger nach Verteidigung als nach weiterer Eskalation.
Was als Friedenssicherung verkauft wird, könnte sich schnell als Einstieg in eine direkte europäische Kriegsbeteiligung entpuppen. Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wer hat die Bürger Europas eigentlich gefragt?


Kommentare
2 Antworten zu „EU-Soldaten in der Ukraine? EVP-Chef Weber bringt Bundeswehr unter EU-Flagge ins Spiel“
Zu den Waffen ? Aux Armes ? Alle 450 Mio. EU-Bürger an die Ostfront ? Mann_O_Mann, wenn da mal tatsächlich Alle mitmachen ! Sind die Fragen zu Transport und Verpflegung vorab denn bereits geklärt ? Ja ? Dann Gott mit Uns ….
Machtgeile Politiker, zusätzlich durch krankhafte Eitelkeit beleidigt verletzte Karrieristen wie Manfred Weber, sind sich für keine Aktion zu schade, aus der sie für sich irgendeine Art von Vorteil ableiten können und sei sie noch so abwegig oder gar gefährlich.