Entweder bitten oder beleidigen. Beides passt nicht zusammen, Herr Melnyk

Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Ukrainische Botschafter Melnyk ist für die deutschen Staatsfunker und Relotius-nahen Medien ein häufig geladener und zitierter Gast. Seit dem Ukrainekrieg läuft er zur Hochform auf und teilt rundum aus – Lob, Beleidigungen, Vorwürfe, Forderungen, Ultimatives und auch schon einmal Dreistes. Ständig schickt er Twittermeldungen raus und man weiß nie, ob man als Deutscher einen auf die Birne oder Honig ums Maul geschmiert bekommt. Die Wahrscheinlichkeit steht hier 10:1 und auch der Bundeskanzler wird vollstöfflich angegangen, sollte darob aber nicht die „beleidigte Leberwurst“ spielen – so Herr Melnyk. 

Zusammen mit dem seltsamen Bild, dass der extra nach Polen angereiste  Bundespräsident  statt der beabsichtigten Weiterreise nach Kiew an der ukrainischen Grenze abgewimmelt wurde, ergibt sich das Genre eines deplaziert-übergriffigen Berliner Botschafters (samt Entsender), das zuvor denkbar störend  von Donald Trumps politischem Weisungsgeber  Richard G. repräsentiert wurde. 

Melnyk nach Dutzenden Milliarden Zahlungen und ständigen Waffenlieferungen: „Das ist eine Schande!“

Der neueste Twitter-Coup Melnyks spiegelt seine Unzufriedenheit wider, nicht das Gewünschte an Panzern bekommen zu haben. Er haut uns folgenden Spruch um die Ohren: „… dass Deutschland uns seit 102 Tagen des barbarischen Vernichtungskrieges sogar alte Leopard-1-Panzer und Marder-Schützenpanzer zynisch verweigert, wird in die Geschichte eingehen. Das ist eine Schande. Schöne Pfingsten noch“ (hier). 

So geht das nicht, Herr Melnyk. Erbitten und Beleidigen passen nicht zusammen. Man fühlt sich an den Klingeler an der Haustüre erinnert, der Hungers-halber Bargeld erbittet und grußlos wenig Freundliches murmelnd geht, wenn man ihm eine Dose Büchsenfleisch gegeben hat. 

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