ARD, ZDF und Deutschlandradio haben mal wieder einen Grund zur Selbstbeweihräucherung gefunden: Eine von ihnen selbst mitfinanzierte Studie bescheinigt den Anstalten angeblich „hohes Vertrauen“ und „unverzichtbaren Beitrag zum Zusammenhalt“. Besonders die Jugend soll begeistert sein. Kein Zufall, dass die Auftraggeber damit auch gleich den angeblich so wichtigen Auftrag betonen, „Brückenbauer“ der Gesellschaft zu sein – natürlich alles finanziert durch Zwangsgebühren und gleich in dreifacher Ausführung im Presseportal veröffentlicht, damit es nur ja niemand übersieht. (1, 2, 3)
In der Jubelmeldung heißt es, drei Viertel der Bevölkerung hätten Angst vor einem Auseinanderfallen der Gesellschaft, und gerade deswegen sei der Öffentlich-Rechtliche unverzichtbar. Passend dazu loben sich die Intendanten gegenseitig: Vom „gesellschaftlichen Versprechen“ ist die Rede, vom „hohen Vertrauen“ und vom „Dialog mit jungen Menschen“. Auf Platz vier der angeblich wichtigsten Institutionen fürs Miteinander sehen sie sich schon, direkt hinter Sportvereinen und Wissenschaft.
Die Realität sieht jedoch anders aus: Nur 44 Prozent der Befragten finden überhaupt, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio ernsthaft Dialogangebote machen. Selbst die eigene Studie bescheinigt also: Das Volk fühlt sich von den hochdotierten Sendeanstalten gar nicht repräsentiert. Doch statt Selbstkritik gibt es wieder nur das gewohnte – ekelhafte – Selbstlob.


