Disziplinaranzeige gegen Ärztekammer-Präsident Szekeres

Wien – In der Corona-Politik-Krise wollte er der Hüter der Wissenschaftlichkeit sein und hat andersdenkenden Ärzten mit Disziplinarverfahren gedroht und wohl auch initiiert. Jetzt muss ÄK Präsident Thomas Szekeres womöglich selbst vor die Disziplinarkommission der ÄK.

Zur Vorgeschichte:

Vor ein paar Wochen wurde bekannt: Szekeres promovierte 2003 an der slowakischen Privatuni Trnava, während er an der MedUni beschäftigt war. Befremdlich ist, dass in dieser „Dissertation“ kein neues Thema bearbeitet wurde. Stattdessen handelt es sich um eine bloße Zusammenheftung von elf Publikationen, die zuvor schon zwischen 1994 und 2002 publiziert worden waren. Nur bei vier Arbeiten ist Szekeres überhaupt Erstautor. Zwei davon sind „Reviews“ d.h. Zusammenfassungen von Studien anderer Wissenschaftler – somit keine eigenständige Studie oder übergreifende Abhandlung, wie es für eine Dissertation Standard ist bzw. für ein PhD gefordert wird. In vier Studien ist sogar Szekeres´ Ehefrau Erstautorin. Diese Literatursammlung wurde dann unter dem Titel „Enzyme targeted chemotherapy by inhibition of key enzymes of DNA synthesis“ nachlässig kopiert und zusammengeheftet. Nun hat die MFG den Fall just vor jene Disziplinar-Kommission der ÄK gebracht, vor der sich viele Ärzte, die eine andere Corona-Meinung als ihr Präsident haben, in den letzten Monaten hatten verantworten müssen. 

Internationaler wissenschaftlicher Standard?

In der Begründung der Anzeige der MFG heißt es: „Der Verdächtige führt den Titel „PhD“ und weist in diversen Darstellungen seines Lebenslaufs – unter anderem in jener auf der Website der Österreichischen Ärztekammer – auf den Erwerb des Doktorats der Philosophie (PhD) an der Universität Trnava hin. Der Verdächtige hat dadurch den Eindruck erweckt, eine weit über das bei einem Arzt vorausgesetzte Maß hinausgehende wissenschaftliche Qualifikation nachgewiesen zu haben. Dieser Eindruck hält jedoch einer tiefergehenden Überprüfung nicht stand. Die Dissertation erfüllt offenkundig nicht die für derartige Schriften gebräuchlichen internationalen wissenschaftlichen Standards. Sie kann schwerlich als Nachweis einer das Doktorat der Philosophie rechtfertigenden wissenschaftlichen Qualifikation angesehen werden.“ 

Auch slowakische Behörde eingeschaltet

Ungemach droht Szekeres aber nicht nur von der eigenen Kammer: die MFG-Ärztegruppe hat überdies dem slowakischen Bildungsministerium die ganze „Arbeit“ von Szekeres zur Überprüfung vorgelegt. Insbesondere soll geklärt werden, ob Szekeres überhaupt je an dieser Uni studiert hat. Die Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung in der Slowakei wird indes noch geprüft (für Präsident Szekeres gilt die Unschuldsvermutung).

Ein Kommentar

  1. Ist der Herr „Ärztekammer-Präsident“ Österreichs wie so manche angebliche Kapazität in der Politik oder im Zusammenhang mit den Corona-Schikanen ein Hochstapler und Schwindler ?
    Nach üblichen Kriterien muss eine Dokorarbeit eine eigenständig erstellte, wissenschaftlichen Standards entsprechende Leistung sein und neue Erkenntnisse erbringen, die einen wichtigen Beitrag zur Forschung darstellen. Es sieht nicht danach aus, dass dies auf die als Dissertation bezeichneten Schriften des Herrn Szekeres zutrifft.
    Ob der Herr „Ärztekammer-Präsident“ überhaupt eine akademische Ausbildung erfolgreich absolviert hat, die ihn zum Arzt qualifizierte, scheint auch fraglich zu sein. In Deutschland setzte dies ein 6jähriges Medizinstudium voraus das mit einem Staatsexamen abgeschlossen wurde, in Österreich dürften die Anforderungen ähnlich sein.
    Wie bei so manchen angeblichen Experten, die sich auch hierzulande im Sinne der verordneten „Corona“-Doktrin wichtig machen, würde es mich nicht wundern, wenn sich die „Qualifikationen“ als fake erwiesen.
    Es sollten neue akademischen Grade eingeführt werden wie Dipl. Fraud, Dr. copy and paste oder Prof. Big Pharm.

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