Kein Tag vergeht ohne einen medialen Aufschrei über die neue US-Regierung. Besonders die Einsparungen im Bereich der Entwicklungshilfe sorgt für Heulen und Zähneknirschen. Hier einige unaufgeregte Details, um was es genau dabei geht.
Die Schließung der United States Agency for International Development (USAID) unter der Trump-Administration in der Übersicht:
- Ankündigung und Beginn der Maßnahmen: Am 1. Februar 2025 ging die offizielle Website von USAID offline, was als erster Hinweis auf die bevorstehende Schließung interpretiert wurde. Elon Musk kündigte in einem Gespräch auf X (ehemals Twitter) an, dass USAID „jenseits aller Reparatur“ sei und geschlossen werden sollte, eine Entscheidung, die Präsident Trump unterstützte.
- Personalmaßnahmen: Bis zum 3. Februar 2025 wurden den 10.000 Mitarbeitern von USAID mitgeteilt, dass sie ab Freitag beurlaubt werden. Die Mitarbeiter im Ausland, etwa zwei Drittel der Belegschaft, mussten innerhalb von 30 Tagen in die USA zurückkehren. Am Montag, dem 3. Februar, wurden die meisten Angestellten angewiesen, nicht ins Hauptquartier in Washington, D.C. zu kommen und stattdessen von zu Hause aus zu arbeiten.
- Sicherheitsvorfälle: Vor der Schließung wurden zwei hochrangige Sicherheitsbeamte von USAID entfernt, nachdem sie versucht hatten, DOGE-Vertretern den Zugang zu sensiblen Bereichen und Informationen zu verweigern. Dieser Vorfall war Teil einer breiteren Auseinandersetzung über die Kontrolle und Zugang zu USAID-Ressourcen.
- Politische und rechtliche Reaktionen: Die Entscheidung zur Schließung von USAID stieß auf erheblichen Widerstand, insbesondere von demokratischen Politikern und Diplomaten. Es wurde argumentiert, dass Trump nicht die verfassungsrechtliche Befugnis habe, eine unabhängige Behörde ohne Zustimmung des Kongresses aufzulösen. Der Außenminister Marco Rubio erklärte, USAID werde vorübergehend unter seine Leitung gestellt, was als Versuch gesehen wurde, die Schließung zu umgehen oder aufzuhalten.
- Wirkung auf internationale Entwicklung: USAID, gegründet 1961 unter Präsident John F. Kennedy, war eine der größten Geberorganisationen der Welt für humanitäre Hilfe, mit einem Budget von etwa 38 bis 50 Milliarden Dollar im Jahr 2023. Die Schließung könnte erhebliche Auswirkungen auf die internationale Entwicklungszusammenarbeit haben, einschließlich der Unterstützung für Gesundheitsprogramme, Armutsbekämpfung und Demokratieförderung in Ländern wie der Ukraine, Äthiopien und mehreren afrikanischen Staaten.
- Publikum und Medienreaktionen: Die Maßnahmen haben zu einer breiten Diskussion in den Medien geführt. Kritiker werfen der Administration vor, wichtige internationale Verpflichtungen und weitreichende humanitäre Programme zu vernachlässigen. Es gibt auch Besorgnis über die geopolitischen Folgen, insbesondere dass dies China und anderen Staaten mehr Einfluss in Entwicklungsländern geben könnte.
- Zukunftsperspektive: Die endgültige Schließung von USAID steht noch aus, da rechtliche Schritte und politische Debatten erwartet werden. Die genaue Form der Umstrukturierung oder Integration der USAID-Aktivitäten in andere Regierungszweige bleibt unklar.
Leseempfehlung hierzu:



Kommentare
5 Kommentare zu „Die USAID-Schließung im Überblick“