
Wenn man an Tag Eins eines Krieges über seine Ursachen urteilen will, liegt man meistens falsch. Das aber tun unsere Politiker und Medien. An Tag Eins hat man lediglich den Anlass. Die Ursachen eines Krieges pflegen in der Vorgeschichte zu liegen. Zur Aufhellung der Ukrainekriegs-Ursache sollten die Finanzströme und die Wirtschaftsvorteile, die der Krieg bewegt, analysiert werden. Das Ergebnis fällt ebenso klar aus wie die tektonischen Verschiebungen: Die USA sind der Vorteilsnehmer und Drahtzieher, den die – in der allgemeinen Hysterie verstummten – halbwegs objektiven Beobachter schon seit Jahren benennen.
Die USA sind der Drahtzieher, der Russland bis zu dessen Ukraine-„Befreiungsschlag“ eingekesselt und bedroht hat
Das Ergebnis des Krieges in der Ukraine steht – günstigenfalls – schon heute fest: Russland und Europa als weltweite Konkurrenten der USA zerfleischen sich und ihre Industrien gegenseitig und bleiben auf Jahre überschuldet und geschwächt. Die USA kassieren Billionen an Waffengeldern und weitere Billionen aus neuen Handelsvorteilen auf dem Weltmarkt und sind stärker als je zuvor. Global haben sie es nur noch mit China zu tun.
So macht man Weltpolitik – und anders haben es die USA noch nie gemacht.
Die Vollendung des letzten Schachzuges „Ukraine“ wurde ihnen erleichtert durch einen Scholzomaten, für dessen Programmierung nur zwei Zeilen des MS-DOS-Programmes der 1980-er Jahre erforderlich waren (nach N. Bolz) und eine unfähige Frau : Sie sagten Russland den „Ruin“ (sic!) an – die größte politische Dummheit kombiniert mit der größten „feministischen Außenpolitik“. Denn was soll ein Gegner nach so einer Ansage noch anderes tun, als sich elementar zur Wehr zu setzen?
Der Krieg in der Ukraine ist für die USA und Kiew genau so wenig zu gewinnen, wie ihre Vorgängerkriege in – ich zitiere aus einem Artikel – Syrien 1949, Korea 1950, Iran 1953, Guatemala 1954, Kongo 1960, Kuba 1961, Vietnam 1964, Brasilien 1964, Laos 1964, Guatemala 1965, Dom. Rep. 1966, Kambodscha 1970, Afghanistan 1979, Iran 1980, El Salvador 1981, Nicaragua 1981, Libanon 1983, Grenada 1983, Libyen 1986, Angola 1987, Panama 1989, Liberia 1990, Irak 1991, Kuwait 1991,
Somalia 1992, Irak 1993, Bosnien 1995, Sudan 1998, Afghanistan 1998, Serbien 1999, Afghanistan 2001, Irak 2003, Somalia 2006, Libyen 2011, Syrien 2014 …
Immer das Gleiche: Kriegsverlorene Länder mit Waffen bis oben hin füllen, Bürgerkriege unterhalten und Flüchtlingsströme lostreten
Fast alle US-Kriege der Vergangenheit haben gemeinsam, dass die USA die ruinierten Länder vorher mit Waffen vollgestopft und oftmals mörderische Bürgerkriege – auch über hineingeschickte Dritte, „Freiwillige“, „Söldner“, „Stammesführer“, „gemäßigte Rebellen“, „Berater“, „Spezialkräfte“, „Weißhelme“, „CIA“ usw usf – unterhalten und große Flüchtlingsströme losgetreten haben.
Man sollte uns seitens der öffentlich-rechtlichen Volksverblödung und der Desinformation durch die Relotius-assoziierten Hauptmedien nicht weismachen, dass in der Ukraine – wie auch in den Dutzenden Kriegen vorher – stets die anderen die „bösen Putins“ und die USA dagegen die Friedensengel und Überbringer „westlicher Werte“ waren. Es gibt nur einen Ausweg: Stopp mit den Waffenlieferungen, Stopp mit den Drohungen. Stattdessen Verhandlungen unter Einschluss der Anerkennung der berechtigten russischen Sicherheitsinteressen, genau so, wie es die USA für sich in Kuba vorexerziert haben.

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4 Kommentare zu „Die USA wie in Vietnam, Irak, Syrien und Dutzenden anderen – sie ruinieren auch uns und die Ukraine“