Märzenbecher sind giftig. Sie sehen zwar aus wie Schneeglöckchen, aber schon kleine Mengen können beim Menschen Herzrhythmusstörungen auslösen und Kinder töten. Und mit genau so einem giftigen Märzenbecher wurde unsere Zukunft zwangsweise geimpft, symbolträchtig dazu im März. Verkündet mit „nebenwirkungsfrei“. Der Beschluss wird von den Medien wie ein demokratischer Frühlingsbote bejubelt, ist aber in Wahrheit ein Schierlingsbecher. Wer müssen, ob wir wollen oder nicht, diesen Trank nun laben.
Der 18. März vor über 220 Jahren
Am 18. März 1793 wagten Bürger von Mainz den ersten republikanischen Aufstand auf deutschem Boden. Inspiriert von der Französischen Revolution riefen sie die „Mainzer Republik“ aus, kurzlebig, aber mutig. Sie wollten keine Fürsten, keine Willkür und vor allem keine Schuldenkriege mehr. Ihr Traum wurde binnen Wochen von preußischen und österreichischen Truppen zerschlagen.
Und am 18. diesen Monats, während im Bundestag ein fundamentaler Umbau des Grundgesetzes beschlossen wurde, ist es auf den Straßen Berlins still. Keine Demonstrationen. Keine Barrikaden. Kein bürgerlicher Aufschrei. Im benachbarten Café Einstein schlürfen die Demokraten ihren Latte macchiato, das Handy in der einen, die Zeitung in der anderen Hand, als ginge es im Bundestag nur um eine Verkehrsverordnung. Die Bürger von Mainz wagten 1793 ihr Leben für eine Republik. Der Bürger von heute wagt kaum den Blick über die Kaffeetasse.
Der 18. März vor über 170 Jahren
Am 18. März 1848 kämpften Berliner Bürger für Freiheit, Parlamentarismus und ein Haushaltsrecht, das dem Willen des Volkes unterliegt. Es ging um Begrenzung von Macht, Begrenzung der Schulden, nicht um ihre Erweiterung. Es ging um bürgerliche Selbstbestimmung und gegen eine Exekutive, die sich ihrer Kontrolle zu entziehen suchte.
Wieder an einem 18. März 2025 beschließt man nun die Entfesselung der Staatsverschuldung. Die Schuldenbremse, einst als Lehre aus der Eurokrise in das Grundgesetz aufgenommen, wurde durch eine Verfassungsänderung praktisch entwertet. Der Weg für einen schuldenfinanzierten Krieg wurde parlamentarisch freigeschossen.
Im Berlin von 1848 war der Platz vor dem Schloss gegenüber dem Dom von Menschenmassen voll. Heute ist der Platz vor dem Reichstag leer. Keine Proteste. Keine Demonstrationen. Keine Wasserwerfer wie bei den Corona-Protesten. Keine Debatte auf der Straße. In den Cafés um den Reichstag geht es friedlich zu, niemand wagt sich zu laut zu werden, während im Parlament Billionen beschlossen werden. Die einen konsumieren Milchschaum, die anderen finanzielle Macht.
Der Staat bindet kommende Generationen in ein Verschuldungskorsett ohne Volksbefragung, ohne den neuen Bundestag, ohne öffentliche Empörung. Eine schleichende Entmachtung des Souveräns.
Der 18. März galt einst als Tag der Freiheitsbewegung. Heute steht er für fiskalische Selbstermächtigung. Die Märzenbecher des Merz im März sind gefährlich.





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3 Antworten zu „Die Brunnenvergiftung am 18. März 2025“