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Der Vogelfreiheitstod für AfD-Wähler

Im Mittelalter bedeutete, jemanden für „vogelfrei“ zu erklären, den Verlust allen Schutzes. Gerichte ächteten mit diesem Bannspruch, jeder durfte den „Vogelfreien“ straffrei angreifen. Auch Martin Luther wurde für vogelfrei erklärt. Totgeschlagene wurden nicht beerdigt. Ihre Leiche wurde Vögeln und Wölfen überlassen. Heute erleben 15 Millionen AfD-Wähler, ein Viertel der Deutschen, eine moderne Vogelfreiheit. Eine staatliche Pressemitteilung ohne Beweise oder Urteil hat sie zu Freiwild gemacht. Und die Blockwarte nebenan scharren schon mit den Hufen.

Der spaltende Staat ruft heute nicht direkt zum Hass auf, doch die Pressemitteilung „gesichert rechtsextrem“ verleitet Hunderttausende dazu, als Henkershelfer tätig zu werden. In Nachbarschaften, Familien und Freundeskreisen greifen sie in ihrer Verblendetheit AfD-Wähler an, überzeugt, die Demokratie zu schützen. Der Hass wächst, wie Demos gegen Andersdenkende zeigen. Henryk M. Broder warnte 2022: „Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte: weil SIE damals so waren, wie IHR heute seid.“ Seine Worte zeigen die Gefahr für unsere Gesellschaft. Ein Feindbild, zumal vom Staat definiert, zeigt, wo die Keule zuschlagen darf.

Die mittelalterliche Vogelfreiheit brauchte ein Urteil. Heute genügt eine Pressemitteilung ohne Beweise, und der ÖRR schlägt Purzelbäume. Hunderttausende fühlen sich berechtigt, AfD-Wähler zu schädigen. Der Hass wächst mit der Ausgrenzung. Bereits am 3. Mai 2025 wurde zu „AfD-Verbot jetzt“-Demos aufgerufen, die am 11. Mai in Freiburg beginnen sollen. Man verlangt ein AfD-Verbot, um die Opposition auszuschließen. Diese Stimmung treibt die Aggression im Alltag an.

In Nachbarschaften wird ein AfD-Wähler vom Grillfest ausgeschlossen, weil „wir keine Rechten wollen“. Beim „Bunte Platte Fest“ in Hohenschönhausen wurde die AfD ausgeladen, trotz Vielfalt-Motto. Am Arbeitsplatz denunziert ein Kollege einen AfD-Wähler, weil er glaubt, „die Demokratie zu schützen“ und für sich Pluspunkte zu sammeln. Chefs übergehen sie bei Beförderungen, im öffentlichen Dienst drohen Maßnahmen. In Schulen werden Kinder von AfD-Wählern als „Nazi-Kinder“ beschimpft, Lehrer behandeln sie strenger. Familien spalten sich: Ein alter Onkel wird gemieden, Freunde brechen Kontakt ab, weil „man mit Rechten nicht spricht“. Diese Henkershelfer handeln ihrer Meinung nach mit gutem Gewissen, gestützt von der pogromartigen Stimmung in Funk und Fernsehen.

AfD-Wähler verbergen ihre Meinung, ihre Kinder leiden unter Mobbing, Eltern unter Ausgrenzung. Dieses Klima birgt Gefahr: Radikalisierung, Unruhen, Vertrauensverlust in die Demokratie, wirtschaftliche Schäden. Ohne Dialog droht ein Rückfall in Zeiten, in denen Andersdenkende vogelfrei waren.

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