Vor dem Haus der Wannseekonferenz in Berlin, am Ufer des idyllischen Wannsees, steht seit Kurzem eine neue Tafel. Dort heißt es, im Januar 2024 hätten Mitglieder der AfD, CDU und Identitären in Potsdam die „millionenfache Vertreibung von Menschen aus Deutschland“ besprochen. Die Tafel zieht eine direkte Linie zur Holocaust-Konferenz von 1942. Damals ging es um die „Endlösung“. Heute soll es laut Tafel wieder um „Deportationen“ gehen. Nur diesmal nicht von Juden, sondern von Migranten.
Gerichte sehen das anders.
Das Landgericht Hamburg hat dem ZDF verboten, diese Correctiv-Erzählung zu wiederholen. Auch der NDR musste Aussagen über angebliche Abschiebepläne deutscher Staatsbürger löschen. Selbst Correctiv gab vor Gericht zu, dass über Ausweisungen deutscher Staatsbürger nicht gesprochen wurde.
Trotzdem stellt die neue Tafel im staatlich betriebenen Wannseehaus genau das in den Raum. Die Öffentlichkeit soll glauben, eine demokratisch gewählte Partei plane Massenvertreibungen wie einst die SS. Damit wird das Gedenken am historischen Ort zur Bühne politischer Propaganda.
Es geht hier nicht um Interpretation, sondern um gezielte Verdrehung. Die AfD wird mit den Verbrechern von 1942 in Verbindung gebracht, schwarz auf weiß, mit Steuergeld finanziert, ohne Rücksicht auf Fakten oder Gerichtsentscheidungen.
Wer heute am Wannsee gedenkt, soll nicht mehr nachdenken, sondern zustimmen. Kritik an der Regierung? Wird in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt. Der Holocaust dient nicht mehr der Mahnung, sondern der politischen Ausgrenzung.
Das ist keine Aufarbeitung der Geschichte, das ist ein Anschlag auf die Demokratie.
Diese Tafel gehört nicht vor ein Haus, das für das schlimmste Verbrechen des 20. Jahrhunderts steht. Sie gehört in ein Museum für staatlich gelenkte Meinungsmache.


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11 Kommentare zu „Das Wannseehaus und die politische Ausrottung der AfD“