Der frühere FPÖ-Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein ist wegen gefälschter Corona-Testzertifikate für Parteifreunde, darunter FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, angeklagt, berichtet die Kronen-Zeitung. Jenewein und ein Parlamentsmitarbeiter sind geständig; Hafenecker und weitere Mitangeklagte plädieren auf nicht schuldig. Im Raum steht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
Die Fälschungen wurden für den Besuch eines EM-Fußballspiels in Budapest im Juni 2021 vorgenommen. Hafenecker und seine Familie blieben der Verhandlung fern und verweigern die Aussage, betonen jedoch, auch echte Tests gemacht zu haben. Hafeneckers Anwalt beantragte die Ladung des ungarischen Premiers Viktor Orban als Zeugen, was abgelehnt wurde. Ermittlungen wurden durch Zufallsfund auf Jeneweins Handy ausgelöst, der erklärt, die Fälschungen wegen der Krankheit seiner Frau gemacht zu haben.
Das Urteil ist nun fix. Die Angeklagten erhielten Geldstrafen von 2100 (Jenewein) beziehungsweise 5100 Euro (Hafenecker).




