Chrupalla plädiert für Vertagung von Personalentscheidungen

Der AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla hat sich im Vorfeld des heutigen Bundesparteitages seiner Partei für eine vorwiegend inhaltliche Debatte über das Wahlprogramm zur Bundestagswahl ausgesprochen.

Im Gespräch mit dem Fernsehsender phoenix sagte Chrupalla, es sei nicht die Zeit, um über den Abwahlantrag gegen den Co-Bundessprecher Jörg Meuthen zu entscheiden: „Hier sind eigentlich Personalentscheidungen dieser Art meiner Meinung nach fehl am Platz. Das sollten wir Ende des Jahres machen, dort wird der neue Bundesvorstand gewählt.“

Chrupalla sprach sich zudem gegen eine Urwahl der AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl aus, diese sei nicht praktikabel: „Für eine reine Urwahl wird die Zeit nicht ausreichen (…) Ob wir weiterhin noch mal eine Befragung machen, entscheiden heute die Delegierten (…) und das werden wir in deren Hände legen.“ Chrupalla schloss nicht aus, selbst Spitzenkandidat zu werden: „Wenn (die Partei) sich wünscht, dass ich einer der Spitzenkandidaten werden soll, dann werde ich mich diesem Wunsch nicht verschließen.“

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