Die katholische („allumfassende“) Kirche ist in Deutschland nur noch für den allumfassenden Missbrauch kompetent – von sexuell bis säkular, so scheint es. Die alte Spruchweisheit wurde real, dass es vom Erhabenen zum Lächerlichen nur ein kleiner Schritt sei: Von der Erhabenheit Tausender hochgereckter Kirchtürme eines himmelsstürmenden Glaubens und seiner Tridentinischen Weihrauchdüfte in den Staub der moribunden Soldatenstiefel auf Schlachtfeldern (hier) oder in die Schüssel der gewindelten Chlorhühnchen (hier). Beide Exzesshandlungen fanden in ältesten Kirchen Deutschlands in Anwesenheit höchster Kleriker und A-Promis statt: Die Ernennung der neuen „Trinität Chlorhühnchen“ zu Domkapitularen wurde getanzt im Paderborner Dom unter Ägide von Erzbishop Benz im Beisein von Herrn Steinmeier und der Aachener Dom wurde entweiht durch die Übergabe des denkbar zweifelhaften „Karlspreises“ an Frau von der Leyen, oberste Kriegstreiberin und Ruin Europas, so die Kritiker. Man muss wissen, dass der Preis auch an Leute verliehen worden ist, die im letzten Weltkrieg mit Hunderttausenden Flüchtlingen vollgestopfte Städte haben mit Phosphor auslöschen lassen, aber die naheliegenden militärischen Kasernen aussparten, da sie künftig von ihren eigenen Truppen genutzt werden sollten.
Patrik Baab als Konterpart verlangt die Domreinigung zu Aachen
Angesichts der grotesk-dreisten Zweckentfremdung der ehrwürdigen Sakralgebäude durch eine finanziell übermästete Kirchenleitung, der es auf die Zahl der Missbrauchs-Trends nicht mehr anzukommen scheint, spendet die Gegenveranstaltung neben dem schusssicher abgeriegelten Aachener Dom – mit Merz und Leyen inside – einen gewissen Trost. Der bekannte Journalist Patrik Baab erhielt die „Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit“ und redete Klartext. Auf der – stets wertvollen – Informationsquelle „Russia Today“ liest sich seine Dankadresse so:
In Anlehnung an die christliche europäische Geschichte bezog sich Patrik Baab auf die von den vier Evangelisten überlieferte Tempelreinigung. Demnach soll Jesus, als er im Tempel von Jerusalem die Tische von Geldwechslern und Händlern sah, diese aus dem Gotteshaus hinausgeworfen haben. Heute brauche auch der Dom zu Aachen eine solche Tempelreinigung:
„Denn die heute dort sitzen, haben aus dem Dom eine Räuberhöhle gemacht. Es wird Zeit, dass die Kriegstreiber hinausgejagt werden, hinaus in jenen Krieg, in dem sie andere für sich sterben lassen wollen. Sie haben den Aachener Dom entweiht. Sie haben ihn zu einem Ort der Propaganda, der journalistischen Strauchdiebe und der Kriegsprofiteure gemacht. Im Aachener Dom saßen heute jene, deren Börsenkurse steigen, wenn die Ukrainer fallen.“
Treffender und trauriger kann man es nicht sagen. Gebraucht wird der Große Exorzismus. Ob er kommt, ist in Deutschland grundsätzlich zweifelhaft, denn für sowas müsste man den Rasen betreten und das ist weitläufig verboten.






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7 Antworten zu „Chlorhühnchen als Domkapitulare und Karlspreise vor Hochaltären an Kriegstreiber: Hier wird ein Exorzismus gebraucht!“