In einer eindringlichen Rede im NRW-Landtag hat Enxhi Seli-Zacharias (AfD) ein deutliches Zeichen gesetzt: Gegen Sexualstraftäter brauche es endlich wirksame Mittel, um Opfer zu schützen und potenzielle Täter abzuschrecken. Ihre Forderung: Die reversible chemische Kastration.
„Das Leben nach der Vergewaltigung wird ein anderes sein. Es muss aber nicht unbedingt schlechter sein. Es ist einfach nur ein anderes.“ – Mit diesem Zitat eines Kriminalpsychologen begann Seli-Zacharias ihre Rede und kritisierte solche Aussagen als Ausdruck einer Täterzentrierung in unserer Gesellschaft. Viel zu oft, so die Politikerin, würden Gerichte milde urteilen und die eigentlichen Opfer dabei vergessen. „Es sind Äußerungen wie diese und Urteile von Richtern, die sich ihrer Verantwortung für die Täter anstatt der Opfer anscheinend verpflichtet fühlen.“
Seli-Zacharias verwies auf alarmierende Zahlen: Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2023 über 32.000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert, darunter über 5.000 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern. Bundesweit seien es sogar 127.000 Fälle. „Und ja, in der Bevölkerung herrscht Unverständnis.“
Die chemische Kastration versteht sie als „verfassungsrechtlich unbedenkliches Instrument“ und begründet ihre Forderung mit dem Gesellschaftsvertrag: „Im Rahmen des Gewaltmonopols des Staates verzichtet der Bürger auf die Anwendung von Gewalt. Im Gegenzug ist der Staat dazu verpflichtet, seine Bürger vor Gewalt zu schützen.“
Besonders eindringlich warnt die Abgeordnete vor Tätern mit patriarchalisch-archaischen Wertvorstellungen: „Es bildet sich ein archaisch-patriarchalisches Werte- und Normensystem heraus, in welchem […] Dehumanisierungsstrategien ihren Platz haben.“ Solche Täter treffe die chemische Kastration nicht nur strafrechtlich, sondern auch in ihrem „Wertesystem empfindlich“.
Abschließend appellierte sie an die Abgeordneten: „Mit der chemischen Kastration könnte man eine reversible und nicht-invasive Methode etablieren, Täter empfindlich bestrafen und das Wichtigste – den Opfern sagen: Der Staat hat bei eurem Schutz versagt, aber der Staat wird mit aller rechtlich zulässigen Härte die Täter bestrafen, die euch das angetan haben.“
Ihre Argumentation ist klar und nachvollziehbar. In einer Zeit, in der das Vertrauen in den Rechtsstaat zu wanken beginnt, braucht es starke Zeichen – für die Opfer, nicht für die Täter.
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4 Kommentare zu „Chemische Kastration als Schutzinstrument: Enxhi Seli-Zacharias (AfD) fordert konsequenten Opferschutz“