Am 8. Oktober schlägt in Bayern und Hessen die Stunde der Wahrheit für die Altparteien und Altmedien. Stimmen die Umfragewerte? Was macht der „Aiwanger-Skandal“ Skandal in Bayern aus und welchen Einfluss hat die mutmaßliche Abhöraffäre um Innenministerin Nancy Faeser in Hessen, die unbedingt Landesmutter werden will? Jede Schwäche der Altparteien nutzt aktuell am meisten der AfD. In Sachsen, wo leider erst im nächsten Jahr gewählt wird, hat die Partei sogar eine theoretische Chance für die absolute Mehrheit, wenn einige der Altparteien an der 5 Prozent Hürde scheitern. Die FDP ist auf dem besten Weg dazu.
In Hessen liegt die AfD auf Platz 3 hinter der SPD, laut den „Umfragen“. Möglicherweise sieht der Realwert anders aus. Immer vorausgesetzt, dass bei den Wahlen nicht im großen Stil geschummelt wird, würde ein Bündnis mit der Union die bürgerliche Mehrheit repräsentieren, nur leider macht die CDU seit Jahrzehnten keine bürgerliche Politik, sie wird halt nur von dieser Wählergruppe gewählt. Noch! Nancy wird der SPD weitere Stimmen kosten, die AfD rutscht auf Platz 2, kann aber noch draußen gehalten werden. Dennoch, ein blaues Wunder, mehr noch, das große Zittern, Fracksausen ist sicher, bei den Wahlverlierern und den Altmedien, die es wieder nicht geschafft haben, die AfD kleinzuschreiben.
In Bayern ist der Fall komplizierter. Ich gebe zu, die Bösartigkeit der Medien und der politischen Gegner von Herrn Aiwanger, habe ich zunächst unterschätzt. Sein Fehler oder Verhängnis ist, dass er mit CSU und Altmedien im Fahrstuhl nach oben gefahren ist und als kleineres Übel gegenüber der AfD verkauft wurde. Das Abgrenzen nach Rechts hat er wann immer gefordert auch artig geliefert und in der Coronazeit nach langem Zögern dann auch seinen Impfstatus bekannt gegeben. Mit seinem Abgang hat man sich in SPD-nahen Kreisen wohl eine Große Koalition in Bayern gewünscht, aber daraus dürfte nichts werden. Wenn Aiwanger bleibt und zur Wahl antritt, bleiben ihm die Stammwähler treu. Man kann aber so gut wie sicher davon ausgehen, dass Söder kein zweites Mal mit den Freien Wählern eine Koalition bilden will, ich betone hier ausdrücklich das „will“. Solche Überlegungen könnten zu taktischem Wahlverhalten führen, welches dann der AfD nutzt, die aber in Bayern keine Chance auf Regierungsbeteiligung haben wird. CSU-Stammwähler, die weder Groko noch SchwarzGrün wollen, könnten entweder zur AfD oder den Freien Wählern abwandern. Wenn Aiwanger fällt, gibt es nur eine Alternative.
Dann ist da noch Thüringen, wo der linke Ministerpräsident sein Versprechen von Neuwahlen bis heute schuldig geblieben ist. Hier wäre ein blaues Wunder so gut wie sicher. Gestern soll Genosse Olaf beim Joggen ins Stolpern geraten sein und sich das Gesicht verbeult haben. Ein Zeichen des Himmels?


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14 Kommentare zu „Blau, blau, blau blüht der Wendzian“