Während Zehntausende Berliner ohne Strom, Heizung und funktionierende Infrastruktur ausharren mussten, gönnte sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner eine private Tennisstunde. Darüber berichtet t-online im Zusammenhang mit dem massiven Stromausfall im Südwesten von Berlin, ausgelöst durch einen mutmaßlich terroristischen Brandanschlag auf die Stromversorgung.
Ampeln fielen aus, Mobilfunknetze brachen zusammen, Pflegeheime mussten evakuiert werden, ganze Stadtteile saßen im Kalten. Doch statt sich vor Ort ein Bild zu machen oder sichtbar Verantwortung zu übernehmen, schlug der CDU-Politiker am Samstagnachmittag Bälle über den Platz – gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. Laut Senatskanzlei dauerte das sportliche Intermezzo rund eine Stunde.
Die Rechtfertigung folgte prompt: Wegner sei „jederzeit erreichbar“ gewesen, habe „den ganzen Tag telefoniert“ und koordiniert. Für viele Berliner klingt das wie blanker Hohn. Während Familien frieren und Senioren evakuiert werden, erklärt der Regierende Bürgermeister, sein Handy sei auf laut gestellt gewesen.
Besonders scharf fällt die Kritik der Alternative für Deutschland aus. Die Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker fordert laut Freie Deutsche Presse Konsequenzen und spricht von einem politischen Offenbarungseid. Wörtlich erklärt Brinker:
„Nach diesem politischen Doppelfehler – erst fehlende Führung in der Krise, dann Ausflüchte und Rechtfertigungen – muss Kai Wegner zurücktreten.“
Der Stromausfall traf unter anderem Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde. Erst Tage später war die Versorgung vollständig wiederhergestellt. Inzwischen hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen, da der Anschlag als terroristisch motiviert gilt. Eine linksextreme Gruppierung bekannte sich zur Tat.
Wegner räumte später ein, seine Kommunikation sei „rückblickend ein Fehler“ gewesen. Doch der Schaden ist längst angerichtet. Das Bild, das bleibt, ist das eines Regierenden Bürgermeisters, der in einer der schwersten Infrastrukturkrisen der Hauptstadt lieber zum Schläger griff als zur Verantwortung.


Kommentare
Eine Antwort zu „Blackout in Berlin – Bürger frieren, Bürgermeister spielt Tennis“
Das ist eben die Elite.