Einen besonderen Leckerbissen für alle Freunde der Manipulation unserer Kartellmedien liefert die – fast hälftig nordamerikanischen Finanzheuschrecken gehörende – „Bild“-Zeitung. Die Plattform hat wiederholt mit Rügen des Presserates zu tun und auch schon Entschädigungen zahlen müssen, zum Beispiel eine halbe Millionen Euro an einen gerichtlich Freigesprochenen, den das Blatt in Verletzung einfachster journalistischer Standards vorab als Täter bezeichnet hatte (hier). Die Axel Springer-Plattform für ein Dauer-Manipulatorium zu halten, liegt für manchen Langzeitbeobachter nahe. Aktuell biegen sich im Berliner Springergebäude die Balken, weil „Bild“ einen Politiker abschießen möchte, an dem sich die Redaktion seit zehn Jahren abarbeitet – Björn Höcke von der AfD.
„Bild“ schneidet aus dem Zielsatz das Ziel weg
Höcke hatte im Interview gesagt: „Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann„. Auch journalistische Klippschüler und andere aus der „Bild“-Redaktion sollten wissen, dass das ein Zielsatz ist, dessen zweiter Teil „damit das wahre Europa leben kann“ die eigentliche Satzaussage (das Ziel) ist. Und was macht „Bild“ daraus? Es schreibt: „« Diese EU muss sterben…», sagt (Höcke) im TV-Interview“. Ende des Zitats. Dass „…das wahre Europa leben“ soll, hat Höcke laut „Bild“ nicht gesagt.
So macht man im Hause Springer „Nachrichten“, Stimmung und Framing – der Leser wird’s wohl nicht bemerken…


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6 Kommentare zu „„Bild“ verkauft seine Leser für dumm“