Ausgetrumpt

Er kann verkünden was er will. Nach der US-Präsidentschaft haben die Republikaner auch die Midterms verloren. Zuvor hatten die Medien die sie hochgeschrieben, von einer „Roten Welle“ fantasiert und unaufhörlich vor Trump und seinen Anhängern gewarnt. Inzwischen ist das Trugbild in sich zusammengebrochen. Die Republikaner haben mit Ron DeSantis möglicherweise ein besseres, unbelastetes Zugpferd für das Rennen um die nächste Präsidentschaft gefunden. Der 44-Jährige erreichte in Florida ein mehr als überzeugendes Ergebnis.

Donald Trump hatte sich dagegen schon im Vorfeld als schlechter Verlierer gegen den jüngeren Konkurrenten gezeigt und drohte mit Enthüllungen, falls DeSantis eine Kandidatur überlege. Davon ist mittlerweile auszugehen. Ausgehen kann man ebenso von einer erneuten Niederlage Trumps. Nichts mögen die Amerikaner weniger, als Verlierer. Und Donald Trump hat man einmal die Geschichte vom Betrogenen geglaubt und darauf gehofft, dass er als strahlender Sieger wieder zurück kommt. Ähnliches geschah kürzlich in Brasilien mit dem bereits in Haft befindlichen Ex-Präsidenten Lula da Silva. Die hollywoodreife Wendung blieb aber im Mutterland des Kinos aus.

Nach den Midterms hat sich Ernüchterung sowohl bei Anhängern wie Zweckverbündeten von Donald Trump breitgemacht.

Bei Wahlen ist es ein bißchen wie beim Boxen, bloß alles ein wenig überschaubarer. Es gibt nur zwei Kandidaten und einen Titel und jeder weiß, es wird betrogen.


Kommentare

13 Kommentare zu „Ausgetrumpt“