Ein brisanter Bericht der Krone enthüllt schwere Vorwürfe gegen die Türkisch-Islamische Union ATIB in Wien: Ausgerechnet Spendengelder aus Freitagsgebeten und Almosen für Pilgerreisen nach Mekka sollen auf geheime Konten transferiert und für Prostituierte sowie luxuriöse Partys verwendet worden sein.
Türkische Medien und Kommentatoren in aller Welt überschlagen sich – von einem der größten Skandale rund um die Religionsbehörde DIYANET ist die Rede. Während in ATIB-Moscheen zu Mäßigung und Anstand gepredigt wurde, lebten einige Funktionäre offenbar in Saus und Braus.
In Ankara wurden bereits Beamte entlassen, man spricht von Disziplinlosigkeit. Doch der Imageschaden für die gesamte Gemeinschaft ist immens. Vor allem gläubige Moslems zeigen sich entsetzt: Ihre Spenden sollten für heilige Reisen, nicht für Bordellbesuche dienen.

