Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 13. November 2024 Hinweise auf ein mögliches Datenleck in seinem Meldesystem IDEV erhalten. Sicherheitshalber wurde das System, über das Meldungen zu verschiedenen amtlichen Statistiken an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder übermittelt werden, bis auf Weiteres vom Netz genommen. Auch die Länder haben ihre IDEV-Systeme vorsorglich vom Netz genommen. Die Sicherheitsbehörden und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden eingeschaltet und analysieren den Sachverhalt.
Laut Medienberichten wurden bei dem Angriff 3,8 Gigabyte Daten des Statistischen Bundesamtes abgefischt und stehen in einem Hacker-Forum im Darknet zum Verkauf. Die Hacker-Kriminellen „Indohaxsec“ sollen mit der prorussischen Hackergruppe „NoName057(16)“ zusammenarbeiten, die es speziell auf Nato-Staaten abgesehen hat.
Es wird vermutet, dass der russische Präsident Wladimir Putin hinter dem Angriff steckt und die Bundestagswahl 2025 sabotieren will. Der innenpolitische Sprecher der CDU, Alexander Throm, fordert eine unverzügliche und allumfassende Aufklärung des Vorfalls.
Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, ist gleichzeitig Bundeswahlleiterin. Ihr Sprecher erklärte jedoch, dass die IT-Systeme des Statistischen Bundesamtes und die IT-Systeme der Bundeswahlleiterin technisch getrennt und eigenständig seien. Die Vorbereitungen zur Bundestagswahl 2025 verliefen planmäßig.



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7 Kommentare zu „Angeblich russischer Hackerangriff auf Wahlleiterin und das Statistische Bundesamt“