AfD will Kanzlerkandidaten aufstellen – wer macht das Rennen?

Alice Weidel / Foto: O24

Endlich besinnt sich die Alternative für Deutschland auf ihren Kernauftrag. Gestern wurde bekannt, dass die Partei die „geordnete Auflösung der EU“ ins Programm aufnehmen möchte. Die Gründerväter der AfD, allen voran Bernd Lucke waren seinerzeit recht schnell von einem Austritt aus der EU und Euro abgerückt. Es bleibt also abzuwarten, wie ernsthaft die AfD auf Kurs bleibt oder nur antäuscht, wie man es von Seehofer, Söder oder zuletzt aus Italien von Meloni kennt.

Damit nicht genug. Die Partei will einen eigenen Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken. Die Nachrichten überschlagen sich und Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken explodieren erneut.

Noch ist aber nicht bekannt, wer Kanzlerkandidat der AfD werden soll und ob es mehrere Interessenten dafür gibt. Da wären Tino Chrupalla und auch Beatrix von Storch, die in Konkurrenz zu Alice Weidel die Machtfrage stellen könnten. Von Storch gilt als klare Gegnerin des sogenannten Höcke-Lagers im Gegenteil zu Chrupalla. Beide dürften es allerdings schwer haben, die gesamte Partei hinter sich zu bringen und den Wahlkampf unbeschadet durchzustehen. Ausgeschlossen scheint auch die Personalie Höcke. Als langjährige Hassfigur eignet sich der Wahl-Thüringer nicht dazu, weitere Wählerschichten anzusprechen und für die AfD zu gewinnen. Die logische Konsequenz daraus heißt Alice Weidel.

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