Foto: Leserfoto

AfD sorgt mit „Abschiebetickets“ für Empörung und Ermittlungen

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich mit ihrer neuesten Wahlkampfaktion, den sogenannten „Abschiebetickets“, heftige Kritik eingehandelt. In verschiedenen Städten, insbesondere in Karlsruhe und Göppingen, wurden Flyer verteilt, die optisch an Flugtickets erinnern. Diese Tickets, die mit einem QR-Code versehen sind, verweisen auf die Webseite der AfD Karlsruhe und richten sich explizit an „illegale Einwanderer“, mit dem Zielort „Sicheres Herkunftsland“ und dem Abflugdatum auf den Tag der Bundestagswahl am 23. Februar.

Diese Aktion hat nicht nur bei der in Teilen linksextremen Bevölkerung, sondern auch in der politischen Landschaft für die üblichen Reaktionen gesorgt. Die Linke kündigte an, Anzeige gegen die AfD Karlsruhe wegen Volksverhetzung zu stellen. Marcel Bauer, Bundestagskandidat der Linken für Karlsruhe, bezeichnete die Aktion als „faschistische Methode“ und forderte, dass der „normalisierende Umgang“ mit der AfD ein Ende haben müsse. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, nachdem sie durch einen Hinweis auf einen Social-Media-Post auf die Flyer aufmerksam gemacht wurde.

Die AfD selbst betont, dass die Flyer nicht gezielt an Menschen mit Migrationshintergrund verteilt wurden, sondern an alle Wahlberechtigten. Der Kreissprecher Marc Bernhard erklärte, es gehe um eine Wahlwerbung für alle und nicht um eine selektive Ansprache. Diskutieren Sie mit unter dem Hashtag #Abschiebetickets!

Kommentare

13 Kommentare zu „AfD sorgt mit „Abschiebetickets“ für Empörung und Ermittlungen“