Roger Beckamp via Youtube

AfD-Politiker Roger Beckamp „mahnt seine Partei ab“

Roger Beckamp kritisiert in seinem Video diverse Punkte innerhalb der AfD, besonders im Landesverband NRW. Er sieht die Gefahr, dass die AfD NRW der Partei bundesweit den Einzug in den Bundestag verhageln könnte. Beckamp kritisiert, dass in NRW die falschen Leute an der Spitze der Partei stehen und dass diese zu wenig gegen die Veränderungen im Land unternehmen. Ihm missfällt besonders, dass immer weniger Deutsch gesprochen wird und dass man sich in Parks nicht mehr sicher fühlen kann.

Beckamp greift auch den Landesvorsitzenden Martin Winzentz und den ehemaligen Landesvize Klaus Esser direkt an. Esser wird von ihm als Betrüger bezeichnet, der sich mit gefälschten Dokumenten beworben und so wichtige Positionen in der Partei erlangt hat. Der Landesvorstand hätte, so Beckamp, bereits im Juni 2024 von den kriminellen Aktivitäten Essers gewusst, aber nichts unternommen. Stattdessen habe man lieber Kritiker aus der Partei gedrängt.

Weiterhin bemängelt Beckamp den von Winzentz festgelegten Termin für die Listenaufstellung zur Bundestagswahl. Dieser liegt in den Weihnachtsferien und an Werktagen, was für viele Delegierte eine Teilnahme unmöglich macht. Beckamp befürchtet, dass die Wahl dadurch anfechtbar werden könnte.

Ihm zufolge ist die AfD NRW auf dem Weg, eine Altpartei zu werden, die sich nur noch um gut bezahlte Mandate kümmert und die eigentliche politische Arbeit vernachlässigt. Er appelliert an die Wähler und Parteimitglieder, genauer hinzusehen und sich zu engagieren, damit die Partei nicht ihren eigentlichen Auftrag vergisst.

Beckamp vergleicht den Fall Esser mit der Hausdurchsuchung bei Robert Habeck, dem damaligen Bundeswirtschaftsminister, wegen der Bezeichnung „Schwachkopf“. Während er die Durchsuchung bei Habeck als politisch motiviert ansieht, hält er die Ermittlungen gegen Esser wegen der schwerwiegenden Vorwürfe für gerechtfertigt.

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