Die Bundesregierung diskutiert laut Welt offenbar eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 22 Prozent ab 2028. Noch wird es als Debatte verkauft. Tatsächlich ist es der übliche Testballon: Erst prüft man, dann dementiert man, dann erklärt man die Belastung für alternativlos.
Die Mehrwertsteuer ist der bequemste Zugriff auf das Geld der Bürger. Sie steht auf fast jeder Rechnung, auf jedem Einkauf, auf jeder Reparatur. Wer wenig verdient, kann ihr nicht entkommen. Genau deshalb ist sie für eine ausgabensüchtige Politik so verführerisch.
Das Problem sitzt nicht an der Supermarktkasse, sondern in Berlin. Der Staat finanziert immer neue Versprechen, immer neue Programme, immer neue Bürokratie. Gespart wird nicht beim Apparat. Bezahlen sollen diejenigen, die morgens arbeiten gehen und abends sehen, dass der Einkauf wieder teurer geworden ist.
Drei Prozentpunkte mehr wären kein technischer Eingriff, sondern ein direkter Griff in den Alltag. Lebensmittel zum regulären Satz, Kleidung, Handwerker, Ersatzteile, Dienstleistungen: Alles, was bereits durch Inflation und Energiepolitik teurer wurde, bekäme den nächsten Aufschlag.
Wenn diese Regierung wirklich sparen wollte, würde sie ihre Ausgabenpolitik zerlegen. Stattdessen tastet sie sich an die nächste Steuererhöhung heran. 22 Prozent Mehrwertsteuer wären kein Haushaltsplan, sondern ein Offenbarungseid.




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