1923 reloaded

Die Wiederholung der Finanzkrise von 2008 gilt als unwahrscheinlich, beschwichtigt der SPIEGEL. Das wäre ja auch ein Ding der Unmöglichkeit, denn diese Krise wurde nie gelöst. Was nun vor der Türe steht, wird um einiges größer sein als der Fall von Lehman Brs und speziell in Deutschland an die Hyperinflation von 1923 erinnern. Die hohen Reparationszahlungen von damals hatten die Blase zum Platzen gebracht, heute zahlt Deutschland „freiwillig“ immense Summen zur Weltrettung, während der erste Winter nach Kriegsende näherrückt, in dem Teile der Bevölkerung frieren müssen und sogar den Kältetod fürchten.

Auf dem Twitteraccount „Die Inflation von 1923“ kann man den Verlauf der Inflation vor genau 100 Jahren chronologisch nachverfolgen. Wie man an den Preisen sieht, ist das Niveau von damals noch lange nicht erreicht.

Doch die Zahlen werden schöngerechnet. Unter anderem ändert man willkürlich die „Warenkörbe“, die den Berechnungen zugrunde liegen und schwupp – werden aus 50 Prozent 10.

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im September 2022 bei +10,0 %. 

destatis

Bei den Erzeugerpreisen landwirtschaftlicher Produkte lag die Inflation bei 34,5 Prozent, im Großhandel war ein Anstieg um 19,9 Prozent zu verzeichnen.

Schaut man sich die Preise an den Tankstellen an, zum Beispiel vom Sommer 2020, so liegen diese aktuell bei mehr als dem Doppelten. Wie hoch ist die Inflation tatsächlich?

Und was sagt der „Wirtschaftsminister“?

https://twitter.com/DrLuetke/status/1580769922023448576

Na denn: Prost!

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