Symbolbild: O24

Ulm: Polizeibekannter Eritreer greift Mitarbeiter im Media Markt mit Messer an und wird niedergeschossen

ERSTMELDUNG: Wie zahlreiche Medien berichten, hat ein Mann am Mittwochmittag in einem Einkaufszentrum in Ulm zwei Mitarbeiter mit einem Messer verletzt – anschließend kam es bei der Festnahme zum Einsatz einer Polizeiwaffe.

Gegen 12.30 Uhr soll die Tat in einem Geschäft des Centers passiert sein. Laut Angaben, die t-online unter Verweis auf andere Berichte nennt, könnte es sich um eine Media-Markt-Filiale gehandelt haben. Der Angreifer stach demnach mit einem bislang nicht näher beschriebenen Messer auf die beiden Männer ein und verließ anschließend das Geschäft.

Kurz darauf griffen Einsatzkräfte zu. Der Verdächtige wurde laut Polizei auf der Terrasse eines benachbarten Schnellrestaurants gestellt und festgenommen. Dabei sei auch eine Schusswaffe eingesetzt worden. Am Ende gab es drei Verletzte, alle kamen ins Krankenhaus – über den Zustand ist bisher nichts bekannt.

Was bleibt, ist das übliche Muster: Viele Blaulichter, viele Gerüchte. Die Polizei sah sich sogar genötigt, öffentlich klarzustellen, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung – kursierende Amoklauf-Gerüchte seien nicht bestätigt. Und die Hintergründe? Wieder einmal: unklar.

NACHTRAG: PRESSEMELDUNG STAATSANWALTSCHAFT


Ein 29-jähriger Eritreer soll gegen 12.30 Uhr in einem Elektronikfachhandel in der Blaubeurer Straße in Ulm zwei Personen mit einem Messer angegriffen haben. Dabei wurde ein 25-Jähriger lebensgefährlich und ein 22-jähriger Mann leicht verletzt. Der 25 Jahre alte Geschädigte befindet sich in intensivmedizinischer Behandlung, wobei sein Zustand als kritisch bewertet werden muss.

Der mutmaßliche Tatverdächtige verließ anschließend das Geschäft und konnte kurze Zeit später in unmittelbarer Nähe durch Einsatzkräfte der Polizei angetroffen werden. Als der 29-jährige die Polizeibeamten mit dem immer noch mitgeführten Messer bedroht und sich trotz Aufforderung geweigert habe, die Waffen fallen zu lassen, gaben die Beamten mehrere Schüsse auf ihn ab. Hierdurch wurde der Mann schwer verletzt. In der weiteren Folge wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er aktuell intensivmedizinisch versorgt wird.

Die Motivlage ist derzeit unklar. Der 29-jährige Eritreer ist bereits in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten aufgefallen und verbüßte bis Dezember 2025 eine Haftstrafe. Gegen ihn soll ein Haftbefehl beantragt werden.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ulm wird die Sachbearbeitung bezüglich des Schusswaffengebrauchs vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernommen. Die Ermittlungen zum Messerangriff werden durch das Polizeipräsidium Ulm geführt.

Der genaue Ablauf des Geschehens ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Über diese Pressemitteilung hinausgehende Informationen können aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht mitgeteilt werden.

Zeugen werden gebeten, eventuelle Videoaufzeichnungen des Geschehens in der Blaubeurer Straße auf dem hierfür eingerichteten Hinweisportal zur Verfügung zu stellen: https://bw.hinweisportal.de

Kommentare

Eine Antwort zu „Ulm: Polizeibekannter Eritreer greift Mitarbeiter im Media Markt mit Messer an und wird niedergeschossen“

  1. Avatar von heinz weiss
    heinz weiss

    ansonsten ist video von polizeieinsatz nicht erlaubt oder gefährlich… und jetzt plötzlich:
    Zeugen werden gebeten, eventuelle Videoaufzeichnungen des Geschehens in der Blaubeurer Straße auf dem hierfür eingerichteten Hinweisportal zur Verfügung zu stellen:

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