Örebro. Am heutigen Freitag gegen 13:45 Uhr ereignete sich eine Schießerei vor einer Moschee im Stadtteil Vivalla in Örebro, Schweden. Zwei Personen wurden verletzt, und die Polizei hat eine Voruntersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar, und die Fahndung nach dem oder den Tätern läuft auf Hochtouren.
Details zum Vorfall
Nach Angaben der schwedischen Polizei wurde der Alarm um 13:45 Uhr ausgelöst, nachdem Schussgeräusche in der Nähe der Moschee an der Boglundsängen gemeldet wurden. Ein Anwohner berichtete gegenüber Aftonbladet von „fünf, sechs Schüssen“. Zeugen zufolge ereignete sich die Schießerei unmittelbar nach dem Freitagsgebet, als eine Person, die die Moschee verließ, angeschossen wurde. Mazen Muwaffak von der Örebro-Moschee bestätigte gegenüber Helsingborgs Dagblad, dass zwei Moscheebesucher verletzt wurden. Der Gesundheitszustand der Opfer ist derzeit unbekannt.
Die Polizei stuft den Vorfall als „schweres Gewaltverbrechen“ ein und hat eine großangelegte Suche nach dem oder den Tätern gestartet. „Wir wissen nicht, ob es sich um eine oder mehrere Personen handelt. Wir suchen derzeit mit mehreren Streifen“, erklärte Polizeisprecher Anders Dahlman gegenüber Aftonbladet um 14:45 Uhr. Die Öffentlichkeit wird dringend aufgefordert, die Absperrungen zu respektieren und den Bereich zu meiden, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Reaktionen und Kontext
Ein Zeuge berichtete SVT Nyheter, dass er zunächst dachte, die Geräusche seien Feuerwerke, bevor er erkannte, dass es sich um Schüsse handelte. Mazen Muwaffak äußerte sich besorgt und erklärte, dass unklar sei, ob der Angriff persönlich motiviert war oder gezielt gegen die Moschee gerichtet war. Die Moschee in Vivalla war in der Vergangenheit bereits Ziel von Vandalismus, unter anderem durch eine Brandstiftung im Jahr 2017, was die Besorgnis in der Gemeinde verstärkt.
Örebro war erst im Februar 2025 Schauplatz eines schweren Vorfalls, als bei einer Schießerei an der Risbergska-Schule elf Menschen getötet wurden. Dieser Vorfall, der in Berichten von SVT Nyheter und Aftonbladet erwähnt wird, hat die Sensibilität für Gewaltverbrechen in der Region erhöht. Die Moschee diente damals als Ort der Trauer und Unterstützung für die Gemeinde.
Ermittlungen und Aufruf an die Öffentlichkeit
Die Polizei hat eine Voruntersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Personen, die sachdienliche Hinweise haben, werden aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden. Polizeisprecher Lars Hedelin betonte: „Wir haben einen Einsatz nach einem Alarm über Schussgeräusche draußen.“ Weitere Details zu den Umständen oder einem möglichen Motiv wurden noch nicht veröffentlicht.
Die Schießerei vor der Moschee in Örebro wirft erneut Fragen zur Sicherheit in der Region auf. Die Polizei arbeitet intensiv an der Aufklärung des Falls, während die Gemeinde in Vivalla geschockt auf die Ereignisse reagiert. Opposition24 wird die Entwicklungen weiter verfolgen und über neue Informationen berichten.
UPDATE: Kein „fremdenfeindlicher“ Hintergrund
Noch ist der Täter nicht gefasst, aber es kristallisiert sich langsam heraus, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein „persönliches Motiv“ handelt und Täter wie Opfer wohl aus demselben Milieu stammen.
Quellen
- Aftonbladet: „Två skadade i skjutning vid moské i Örebro“
- Sydsvenskan: Bericht zur Schießerei in Örebro
- Helsingborgs Dagblad: „Två skadade vid skottlossning vid moské i Örebro“
- SVT Nyheter: „Skottlossning vid moské i Vivalla – flera skadade“

