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#Poggenburg weg! Ein demokratischer Reinigungsprozess?

Schon länger kursierten Gerüchte, dass sich Poggenburg nicht mehr all zu lange halten würde. Die umstrittene Rede vom Aschermittwoch soll dabei den Anlass geliefert haben, dass er nun zum Rücktritt gezwungen wurde.

https://opposition24.com/poggenburg-und-der-verfassungsschutz/408927

Photo by Metropolico.org

Das ist sicher nur die halbe Wahrheit, es geht um mehr, unter anderem um den Verfassungsschutz, den viele fürchten. Die Annäherung an Pegida und eine mögliche Zusammenarbeit mit Lutz Bachmann, der immer wieder beschuldigt wird, ein V-Mann zu sein, könnte der AfD nachhaltig schaden, so sucht man den Schutz in Abgrenzung von rechts nach etwas mehr rechts. Einer drohenden Beobachtung durch den Verfassungsschutz wird die AfD dadurch nicht entgehen, das ist Sache eines Gerichts. Auch die Angriffe von Linksextremisten werden nicht weniger werden.

Warum in Sachsen-Anhalt ein Poggenburg untragbarer als ein Höcke in Thüringen sein soll, hat aber noch andere Gründe. Diese werden freilich nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten und schon gar nicht von den Altmedien aufgegriffen. Dort freut man sich, wenn die AfD Auflösungserscheinungen zeigt und Köpfe rollen. Aber weder der Petry-Putsch gegen Lucke, noch ihr Abgang in die Schlumpf-Partei, wegen deren Namen sie nun juristische Streitigkeiten mit der AfD hat, oder angebliche Schießbefehle auf Kinder, haben den Einzug der Partei in den Bundestag aufgehalten. Wenn gefordert wird, dass eine Merkel endlich weg muss, der Union vorgehalten wird, dass sie sich von der ewigen Kanzlerin aus egoistischem Machtwahn zum Linksruck habe erpressen lassen, dann muss die AfD mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass demokratische Reinigungsprozesse mit ihr möglich sind. Wenn die Causa Poggenburg dazu beigetragen hat, dann ist es gut so und der Fall damit erledigt!

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