Das Erzbistum Köln hat einer Missbrauchsbetroffenen 360.000 Euro überwiesen – die zweithöchste Summe in NRW. Ein Rekord, der weniger mit Großzügigkeit zu tun hat, sondern mit einem jahrzehntelangen Wegschauen eines kirchlichen Machtapparats. Die heute 59-Jährige wurde in den 1980er Jahren von ihrem Pflegevater, einem inzwischen zu zwölf Jahren Haft verurteilten Ex-Priester und Serientäter, über Jahre hinweg missbraucht, zweimal schwanger, einmal sogar heimlich zur Abtreibung gedrängt. 290.000 Euro gab es vor zwei Wochen, 70.000 Euro schon zwei Jahre zuvor – Geld, das ihr Leid nicht annähernd wiedergibt.
Die angeblich „Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen“ (UKA), ein Gremium der deutschen Bischöfe, entscheidet seit 2021 über diese Zahlungen nach einer einfachen Plausibilitätsprüfung und orientiert sich an Schmerzensgeldurteilen – selbstverständlich am „oberen Rand“. Bezahlen müssen es die Bistümer, also letztlich die Kirche, die jahrzehntelang Täter gedeckt, Akten verschoben und Verantwortung abgeschoben hat. Während Funktionäre heute von Aufarbeitung reden, bleibt der Eindruck, dass Missbrauch systematisch verwaltet wird – und die Betroffenen am Ende mit Geld abgespeist werden, während jene, die das System ermöglicht haben, weiterhin im Schatten stehen.


Kommentare
2 Antworten zu „Erzbistum Köln zahlt 360.000 Euro an Missbrauchsopfer“
Ein Schelm,der Böses dabei denkt👹
Gott strafe die “ Pädo-Schwarzkittel Katholen “ … No Mercy