Noch mehr schwere Waffen für die Ukraine – ist noch nicht genug zerstört?

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Man kann die Forderungen  und Umgehungstatbestände zur Lieferung schwerer Waffen für die Ukraine nur noch mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.  Die Ukraine kann den Krieg gegen das übermächtige Russland, das alles aufs Spiel gesetzt hat, nicht gewinnen. Die Zerstörung ganzer Städte und Regionen der Ukraine lässt anhand der kontralateralen Beispiele Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan  aber ausschließen, dass mehr Zerstörungswaffen mehr Frieden bringen könnten. Der Westen sollte also damit aufhören, den Ukrainern eine unbegründbare Siegeszuversicht  zu vermitteln, die sie zu Heldentum  in aussichtsloser Situation stimuliert und er sollte die Waffenlieferungen stoppen. 

Jedoch: Wer hat Interesse an einem baldigen Frieden?



Aber welche der beteiligten Mächte hätte ein Interesse an einem baldigen Frieden? Sehen wir es der Kürze halber anders herum. Je zerrütteter die Konfrontation Westeuropas mit Russland nach dem Bauernopfer Ukraine feststeckt, je mehr Beziehungen und Lieferwege gekappt bleiben, je undurchdringlicher ein Vorhang zwischen Westeuropa und Russland heruntergeht und je gestörter die Reparaturoptionen verbleiben, desto vorteilhafter ist es für die USA – und auch die Briten. Denn die USA haben mit Russland und Kontinentaleuropa zwei Weltmarktkonkurrenten heruntergefahren bis hin zur Ausschaltung, kassieren als Lieferanten von  Waffen und Waren zusätzliche Billionen-Valuta und können sich gestärkt der Konkurrenz Chinas stellen. Die Briten haben, seit hunderten Jahren, ein essentielles Interesse am Diskurs auf dem Kontinent – aktuell,  weil er die EU-„Kontinentalsperre“ als Folge des Brexits schwächt. 

Kein Wunder, dass unerfüllbare Forderungen gestellt werden

Kein Wunder, dass die USA und die Briten den Zustand zementieren wollen, indem sie auf der – für Russland gänzlich unerfüllbaren – Forderung bestehen, die Krim herauszugeben. So wäre es denn an Deutschland als Generalzahler und Weltwohngebiet, Universal-Lastenträger und  erstem Beschimpfungsadressaten bei irgendwo ausbleibender Wunscherfüllung, das Schicksal zu wenden und massiv für Friedensverhandlungen einzutreten. Aber wie das mit unserer Berliner Truppe vonstatten gehen soll – diese Überlegung endet, wie so oft, im Nichts.

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