Koblenz stinkt nach P***e und landet auf Platz 4 der gefährlichsten Städte

Halbwegs sauber war einmal – Koblenz während des Lockdowns / Foto: Ry

Die Polizei will beschwichtigen, doch der Schuss geht nach hinten los. Statistisch ist es erstens nun mal so, dass mein geliebtes Koblenz auf Platz 4 der gefährlichsten Städte gelandet ist und zweitens stinkt es dort entsetzlich. So entsetzlich, dass uns die Lust auf den abendlichen Bummel zum Deutschen Eck oder eine Portion Eis in der Altstadt schon lange vergangen ist. Es stinkt nach Pisse, Kotze und Müll, auf und neben den Sitzplätzen, auf Treppen zum Parkhaus und einfach überall in den engen Gassen.

Und jetzt will sich die Stadt aus der Verantwortung winden und nutzt “Graffitistraftaten” als Ausrede, diese seien für den hohen Anstieg der Straßenkriminalität verantwortlich. Jeder weiß, dass das gelogen ist. Erst gestern hat es wieder einen Großeinsatz in einer Bankfiliale gegeben – genaues weiß man nicht und die zahlreichen Anpöbeleien und Belästigungen auf der Straße gelangen doch gar nicht erst zur Anzeige. Genauso wenig wird erfasst, wie viel Publikum die überall herumlungernde Klientel schon vergrault hat. Man erkennt es vielleicht an den vielen geschlossenen Läden – und – ich wiederhole mich – dem entsetzlichen Gestank von menschlichen Exkrementen.

Vielleicht übertreibe ich auch nur oder war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und die Mitarbeiter der Stadtreinigung waren an dem Tag alle krank, was selten vor kommt. Normalerweise werden jeden Morgen die Gehsteige kräftig gewässert. Aber warum? Genau!

Gemeinsame Presseerklärung von Stadt Koblenz und Polizei Koblenz: 

In den letzten Tagen hat eine Statistik für Furore in Koblenz gesorgt: Auf Statista wurde ein deutschlandweiter Vergleich der polizeilich registrierten Straftaten in den Städten pro 100.000 Einwohner veröffentlicht. Auf Platz 4: Das beschauliche “Großstädtchen” Koblenz mit 12.468 registrierten Straftaten. 

Wer sich jetzt fragt, ob Koblenz noch sicher ist, den werden die Hintergründe zu dieser hohen Fallzahl interessieren. Denn der Anstieg lässt sich insbesondere mit einem Zuwachs der Straßenkriminalität erklären, unter die u. a. auch die Sachbeschädigung durch Graffiti fällt: ganze 3.250 Fälle von Graffitistraftaten wurden im Jahr 2022 für das Stadtgebiet Koblenz erfasst. 

Diese Auffälligkeit lässt sich auf das Projekt “Saubere – sichere Stadt” der Stadt Koblenz zurückführen. Diese hatte einen Graffiti-Koordinator bestellt, der alle im Stadtgebiet Koblenz an öffentlichen und privaten Liegenschaften angebrachten Graffitis bei der Polizei zur Anzeige bringt und umgehend deren Beseitigung veranlasst. Dabei werden auch kleinere “Farbschmierereien” mit schwarzen Filzstiften, die in ihrem Kern kein Graffiti im klassischen Sinne darstellen dürften, angezeigt und in der Kriminalstatistik erfasst. 

Ein Erfolgskonzept der Stadt Koblenz, welches mit dafür sorgt, dass Koblenz im direkten Vergleich zu anderen Großstädten deutlich sauberer wirkt, führt jedoch auch zu mehr Anzeigen. 

Die Anzeigenquote beträgt so in Koblenz annähernd 100 Prozent, es wird von einem kaum merklichen Dunkelfeld ausgegangen. Dabei kann es durchaus sein, dass ein Beschuldigter mehrere Graffitis auf einer Fläche anbringt, also ein Tatentschluss vorliegt, diese aber als mehrere Taten angezeigt und schriftlich bei der Polizei vorgelegt werden. Auch so steigen die Fallzahlen weiter an. 

An der Fallzahl für die Straßenkriminalität gemessen machen die Graffiti-Straftaten so knapp 66 Prozent der Fälle aus, auf die Gesamtzahl der Fälle bezogen 26 Prozent. Knapp über ein Viertel der 12.468 Straftaten sind also Sachbeschädigungen in Form von Graffitis! 

Andere Deliktsbereiche, die sich zahlenmäßig in der Statistik bemerkbar machen, sind auf einem ähnlichen Niveau geblieben oder leicht rückläufig. So sind etwa 2.744 Diebstahlsdelikte 2022 erfasst worden und damit weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. 

Zusammenfassend sind also insbesondere im Bereich der Straßenkriminalität hohe Steigerungen festzustellen, durch die Koblenz auf Platz 4 des Städtevergleichs gelangt ist. Würde man die Anzahl der Graffiti-Straftaten pro 100.000 Einwohner abziehen, käme Koblenz auf insgesamt 9.218 Straftaten und wäre damit “weit abgeschlagen” in der Liste der gefährlichsten Städte Deutschlands. 

Die für die Stadt Koblenz zuständige Polizeidirektion Koblenz befindet sich in einem ständigen und engen Austausch mit der Stadt Koblenz. Im gemeinsamen Dialog werden so die geeigneten Maßnahmen abgestimmt, damit die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin gut und sicher in Koblenz leben können.



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6 Kommentare

  1. Wenn ich mich richtig entsinne, dann gehört Koblenz auch zu den “Wir-haben-Platz-Städten” und “Sicherer-Hafen-Städten”…

    Hat denn noch niemand der “roten” und “grünen” Stadtratsfraktion – politisch-korrekt – , vielfältig und tolerant vor die Tür geschissen ?

    Die Sache stinkt jedenfalls – auch ohne Grafiti-Statistiken – granatenmäßig zum Himmel.

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  2. Für das Geld, das dieser Grafiti-Beauftragte und Stadtoberdenunziant verschlingt, könnte die Stadt vermutlich allen Bürgern einen leistungsfähigen POWER-KÄRCHER spendieren, mit dem sie ihren Gehweg – notfalls stündlich – sauberspritzen könnten…

    SO geht INNOVATIVE Bürgerpolitik….THINK BIG !

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  3. Gabriele d’Annunzio, das italienische Höchst-Dichter-Genie, Militarist von Gottes (Un-)Gnaden, späterer Fiume-Volkstribun und Freund des Duce, flog 1918 mit seinem Doppeldecker gen feindliches Wien und entleerte daselbst hochdroben in den Lüften über dem österreichischen K.u.K.-Parlament seinen reichhaltig gefüllten Nachttopf.
    Also in der Fußgängerzone immer vorwärts die eingesuhlte Treppe hinab und gen Mittag nicht “zu Tisch”, sondern “zu Stuhl”! Vielleicht wäre daher auch in Koblenz eine “d’Annunzio-affine direkte Aktion gegen beschissene Stuhlklimakleber” angebracht, zumal in adolfinischer Zeit den Schulkindern bereits damals beigebracht wurde: “Chamberlain, das alte Schwein, fuhr mit dem Pisspott über den Rhein. Und als er kam ans Deutsche Eck, schossen sie ihm den Pisspott weg.”

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  4. Frankfurt: Bunter Täter kam aus dem Gebüsch und stach ohne jede Vorwarnung auf Rentner ein, welcher lebensgefährlich verletzt wurde.

    https://www.bild.de/r- egional/frankfurt/frankfurt-aktuell/frankfurt-attacke-aus-gebuesch-messer-mann-sticht-rentner-68-grundlos-nieder-84791156.bild.html

    Das Land, in dem “wir” GUT & GERNE leben (Anschela aus der Uckermark)

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